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Johann Jakob Dillenius : (1687 - 1747) ; sein Leben und Wirken ; Gedenkblätter zur 200fachen Wiederkehr des Jahrestages seiner Geburt
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achtete. Am schlagendsten beweist dies eine im Jahre 1856 er-schienene Broschüre eines I)r. Klinsmann, welche den Titel Olavi«villoniana all Irortrnn lülUrainonsonr führt. Sie sollte die Auf-merksamkeit der Nachwelt ans das veraltete Buch wieder lenkenund ihr das Verständniß für dasselbe aufs neue erschließen.

Nach etwa siebenjähriger Wirksamkeit an der Universitätempfing Dillenins am 3. April 1735 vom St. Johanniskolleginmdie höchste Würde der Arzeneiwisfenschaft in Anerkennung seinerhohen Verdienste um die Förderung seiner Wissenschaft. Imdarauffolgenden Jahre harrte seiner eine weitere Auszeichnung,es war der Besuch des damals noch an den Stufen seinerNuhmeslaufbahn stehenden Botanikers Karl von Linno, welcherauf die Empfehlung des holländischen Botanikers Boerhave undseines Gönners Clifford nach England gekommen war, um diehier in Hülle und Fülle aufgespeicherten Schätze, sowie die hierwirkenden ersten Größen der Wissenschaft kennen zu lernen undden letzteren zugleich auch sein neues, seinem kurz zuvor her-ausgegebenen Werke: (lenera. Mntaruin zu Grunde gelegtesSexnalsystem zu ihrer Begutachtung zu unterbreiten. Allein ererzielte hier nicht den gehofften Erfolg, denn die meisten em-pfingen ihn sehr kühl und keineswegs mit jenem Entgegen-kommen, das man dem jungen Forscher Hütte entgegenbringenmüssen. Auch Dillenins verhielt sich gegen seine Leistung, diespäterhin seinen Namen in den Kranz der größten Botaniker-aller Zeiten einzureihen berufen war, sehr ablehnend, imübrigen aber setzte er eine Ehre hinein, seinem Gaste einefreundliche Aufnahme zu bereiten. Er legte ihm den Pinax,das unvollendete Werk Sherards vor, dessen vierten Theil ei-nachträglich bearbeitet hatte. Der junge Gelehrte trat demgroßen Unternehmen des Verewigten mit aufrichtiger Theilnahmegegenüber und bedauerte es aufs lebhafteste, daß es ihm nichtvergönnt war, dieses zu jener Zeit vom Botaniker aufs em-