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Universität von dem ihr zustehenden Rechte, den neugegründetenLehrstuhl zu besetzen, Abstand genommen und es dessen freiemErmessen anheimgestellt, einen für diesen Posten geeignetenMann zu wählen. Es mochte ihm die Lösung dieser Aufgabekeine Schwierigkeiten bereitet haben, denn er hatte noch Ver-pflichtungen gegen seinen Freund Dillenius, welcher durch seinenTod in eine schwierige Lebenslage gebracht worden wäre, zuerfüllen. Diesem übertrug er daher die Professur und zugleichauch die damit verbundene Leitung des botanischen Gartens.
Ans diese Ernennung hin siedelte Dillenius sofort nach deralten Universitätsstadt über, um die so lange verschlossenen Lehrsälewieder zu eröffnen, und begann seine segensreiche Lehrthätigkeit;denn aller Nahrnngssorgen enthoben, konnte er sich nun ganz derPflege seiner Wissenschaft hingeben. Einen neuen Anziehungs-punkt für die lernbegierige Jugend hatte die alte Pflegestätte derWissenschaften durch die Sherard'sche Stiftung erhalten.
In den Mittelpunkt des englischen Geisteslebens versetztbegann für Dillenius nun wieder ein neuer Zeitabschnitt schrift-stellerischen Schaffens. Jetzt trat er an die Bearbeitung jenerWerke heran, deren Entwürfe er kurz nach dem Erscheinen derneuen Ausgabe der Ray'schen Synopsis fertiggestellt hatte. Daserste hatte er im Jahre 1724 begonnen, aber nach kurzer Zeitwieder bei Seite gelegt, um sich einer anderen ihn mehr an-ziehenden Arbeit zuzuwenden. Jetzt nahm er seine Bearbeitungwieder auf und hatte es im Jahre 1732 soweit gefördert, daßer es der Öffentlichkeit übergeben konnte. Es führte den Titel:Uortus UItllain6N8i8 .lacolli Lllkrarcli, t'ratrm Onilelnii undbildete ein würdiges Denkmal an den herrlichen botanischenGarten, dessen Leitung lange Zeit seiner Obhut anvcrtrant war.Wie mehr oder weniger alle Vorsteher botanischer Gärten injener Zeit, so wollte wohl auch er einer mit der Uebernahme
der Leitung dieses Gartens von ihm der gebildeten Welt gegen-
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