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hätte verwirklichen können, war vorerst noch unabsehbar. Dakam im Jahre 1721 ans der Rückreise durch Holland, Frank-reich und Italien sein Freund und Gönner, William Sherard,nach Gießen, um ihn, mit dem er bisher in Briefwechsel ge-standen hatte, zu besuchen und näher kennen zu lernen. DerEngländer durchschaute bald den Ernst seiner Lebenslage, welchein jener Zeit eine besonders gedrückte gewesen sein mußte, undsuchte ihn deshalb zu bereden, ihm nach England zu folgen,wo er ihm ein sorgenfreies Leben und die sichere Erfüllungseiner Wünsche versprechen konnte. Dillenius entschloß sich ansdas verlockende Zureden seines Freundes hin, seine Heimath,seine Verwandten und Freunde zu verlassen und auf fremderErde, wo seine Aussichten auf eine Dozentenstelle ebenfalls keinebesonders glänzenden waren, sein Glück auf die Probe zu stellen.
Im August 1721 setzte er seinen Fuß "auf den Bodenseiner neuen Heimath. Mit seinem geistesverwandten Freundebegab er sich nach der britischen Hauptstadt und schlug in dessengastlicher Behausung seinen Wohnsitz auf. Wiewohl sein Gast-geber ans seinem Posten als Konsul der britischen Nation sichdurch seinen sparsamen Sinn in den Besitz eines nicht unan-sehnlichen Vermögens gebracht hatte, welches ihm einen kost-spieligeren Aufwand wohl gestattet haben würde, so begnügteer sich doch mit den bescheidensten Verhältnissen. Dafür setzteer aber eine Ehre hinein, die botanischen Größen seiner Zeit inihren Arbeiten auf alle Art und Weise zu fördern und zu unter-stützen. Er theilte deshalb auch die ernstvolle Arbeit im Diensteder Wissenschaft mit seinem wahlverwandten Freunde. Umer-brochen wurde dieses Stillleben hin und wieder durch einen Land-aufenthalt in Eltham in der Grafschaft Kent, wo sein BruderJames ein großes Landgut besaß und einen in jener Zeitweithin berühmten botanischen Garten unterhielt, dessen fach-männische Leitung in Dillenius' Hände gelegt war.
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