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Johann Jakob Dillenius : (1687 - 1747) ; sein Leben und Wirken ; Gedenkblätter zur 200fachen Wiederkehr des Jahrestages seiner Geburt
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Kurz nach seiner Ankunft in England hatte dieser miteinem gesinnungsverwandten Botaniker vr. Martyn nach deutschemMuster eine botanische Gesellschaft ins Leben gerufen. Sie be-stand zwar nur ans der geringen Anzahl von sechzehn Mit-gliedern, unter welchen aber zum Theil die hervorragendstenVertreter der botanischen Wissenschaft anzutrefsen waren. Ansihrer Mitte empfing Dillenius die erste Anregung zur Um-arbeitung und Herausgabe eines berühmten Werkes. DieL^nopsis stirpinni Lritaiinieoriim von John Ray war imJahre 1696 zum letzten Male erschienen und entsprach in dieserForm dem Standpunkte der Wissenschaft von damals nicht mehr.Allenthalben sehnte man sich nach einer neuen Ausgabe diesesWerkes, aber unter den englischen Botanikern wollte sich keinerfinden, der im Geiste des verewigten Verfassers diese Arbeithätte durchführen können. Man suchte aus diesem Grunde dendeutschen Forscher, welcher schon Proben seiner hervorragendenBegabung als Natnrbeobachter sowohl, als auch als Schrift-steller an den Tag gelegt hatte, für die Besorgung dieser Aus-gabe zu gewinnen, in die er auch ohne weiteres einwilligte.

Er ging sofort an die Bearbeitung des Ray'schen Werkes,dessen Anlage, wie es sie von seinem Schöpfer erhalten hatte,ihren Grundzügen nach erhalten blieb, während das System,welches dieser darin zu Grunde gelegt hatte, von ihm einigendurchgreifenden Veränderungen, welche er bereits in seinem6ataIoZu8 plantaruni als unumgänglich erachtet hatte, unter-zogen wurde. Zum Theil durch die bereitwillige Unterstützungseiner zahlreichen Freunde und Genossen, welche an dem Ge-lingen dieser umfangreichen Arbeit einen regen Antheil genommenhatten, mehr aber noch durch seine eigenen Entdeckungen erfuhres wesentliche Erweiterungen, lieber zweihundert neuentdeckteArten von auf dem Lande wachsenden Pflanzen und vierzigWassergewächse, ungefähr einhundertundfünfzig bis dahin unbe-

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