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Johann Jakob Dillenius : (1687 - 1747) ; sein Leben und Wirken ; Gedenkblätter zur 200fachen Wiederkehr des Jahrestages seiner Geburt
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Mellten Merkmale ohne jegliche Veränderung in sein Sexual-system hinüber. Um seinen Ausführungen eine besondere An-schaulichkeit zu verleihen und sie dem Verständniß des Lesersdadurch näher zu bringen, hatte Dillenius ihnen eine große Zahlvon Abbildungen auf sechzehn Kupfertafeln beigegeben, welchevon seiner kunstfertigen Hand entworfen und in Kupfer geätztwaren.

Mit dieser hervorragenden Leistung erntete der Verfasserden Beifall der gestimmten damaligen gebildeten Welt, ausderen Munde sich nur eine Stimme des Lobes erhob. Vonden untersten Stufen hatte sich in redlichem Streben fein Geistnach kurzer Zeit zur allgemeinen Anerkennung seiner Mitweltdurchgernngen und mit der vollen Berechtigung zu den schönstenHoffnungen blickte sie zu ihm empor.

Am 22. Oktober des Jahres 1719 erhielt er zu gleicherZeit mit seinen beiden Brüdern, von welchen der ältere, FriederichLeopold, Rechtswissenschaft, und der jüngere, Philipp Eberhard,ebenfalls Heilkunde stndirt hatte, von der medizinischen Fakultätder Universität Gießen den Doktorhut. Es war ein Ehrentagfür die reichbeglückte Familie Dillenius und ein Freudentagfür das hochbetagte Elternpaar, welches diese ehrenvolle Aus-zeichnung ihrer Söhne noch erleben durfte. Lange war ihnender Genuß dieses Glückes nicht mehr beschieden, denn die Mutterstarb bereits am 20. Januar des folgenden Jahres. Der hoch-betagte Vater überlebte feine thenre Lebensgefährtin nur umwenige Monate. Er folgte ihr am 16. August ins Grab nach.

Dillenius stand nun verwaist in der Welt. Mit tieferBetrübniß schaute er in die Zukunft, denn sie eröffnete demArmen noch immer keine so glänzenden Aussichten, wie er siesich als Lohn für sein redliches Streben gewünscht haben mochte.Vermuthlichermaßen hatte er eine Anstellung an der Universitäterhoffen zu können geglaubt, wann aber sich dieser Wunsch

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