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Johann Jakob Dillenius : (1687 - 1747) ; sein Leben und Wirken ; Gedenkblätter zur 200fachen Wiederkehr des Jahrestages seiner Geburt
Entstehung
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gekehrt war, mußte sofort mit dem vielversprechenden angehendenNaturforscher einen brieflichen Gedankenaustausch anbahnen undihn zur Verfolgung des von ihm mit so vielem Glück einge-schlagenen Weges anspornen. Dieser ging damals gerade mitder Absicht um, ein neues größeres Werk abzufassen, und dieRathschläge des gebildeten Engländers kamen ihm dabei wohlzu statten. Im Jahre 1719 erschien es in Frankfurt a. M.unter dem Titel: OataIoZu8 plautaruiu spouw eirea Oissaiumseentiuin und war von ihm den Häuptern der Gießener Hoch-schule in dankbarer Gesinnung zugeeignet worden. Es schiendieses Buch einem in jener Zeit sehr fühlbaren Bedürfnisse nacheinem übersichtlich geordneten Verzeichniß der in der Umgegendvon Gießen wildwachsenden Pflanzen Rechnung tragen zu sollen.Schon im Hinblick ans die Widmung und die ganze Anlage desWerkes gewinnt es fast den Anschein, als ob der Verfasser zurUniversität in näheren Beziehungen gestanden hätte. Es magdies wohl auch der Grund sein, weshalb verschiedene Schrift-steller, welche seine Verdienste in ihren Geschichtswerken feiern,die unverbürgte Angabe machen, er habe Botanik an der Hoch-schule gelehrt. In der schlichtesten Weise findet sich diese Ansichtbei dem bekannten Geschichtsschreiber Kurt Sprengel^ die beidenHistoriker der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts Schultet undWinkler^ behaupten sogar, er sei Professor an der Universität^gewesen. In unmittelbaren Widerspruch zu deren Berichtentreten die Ephemeriden der Kaiserlichen Akademie, aus denenoffenbar der englische Geschichtsschreiber Pulteney seine Angabengeschöpft hat; denn nach ihnen bekleidete er die Stellung eines Stadt-arztes (Uoliater) in der Universitätsstadt. Eine gewisse Bestätigungerhält diese Angabe noch durch die im Jahre 1802 von der Univer-sität Gießen heransgegebenen Aktenstücke, welche sich in sehr kurzgehaltener Bemerkung über sein Leben und Wirken ergehen, je-doch von einer näheren Beziehung zur Hochschule nichts erwähnen?

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