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Johann Jakob Dillenius : (1687 - 1747) ; sein Leben und Wirken ; Gedenkblätter zur 200fachen Wiederkehr des Jahrestages seiner Geburt
Entstehung
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fünften und sechsten Centurie abgedruckt. Während die übrigenBeiträge des Dillenius der Form nach mehr flüchtig hinge-worfenen Mittheilungen zu vergleichen sind, so unterscheidet sichdie letztere Arbeit von diesen sehr wesentlich durch die Anlageund Durchführung. Einige wunderschön ausgeführte Zeichnungentragen viel zum besseren Verständniß des geschriebenen Wortes bei-

Jn dieser Schrift hatte er die Ergebnisse seiner an Farn-kräutern und Moosen angestellten Untersuchungen niedergelegt.Von älteren Forschern war diesen Gewächsen der Besitz vonFortpflanzungswerkzengen abgesprochen worden, und zur Fest-stellung der Thatsachen hatte er sie schon seit fünf bis sechsJahren zum Gegenstände seiner Beobachtung gemacht, Keim-versuche mit den Sporen der elfteren führten ihn auf denGedanken, daß auch hier, wie bei den Blüthcnpflanzen, dieFortpflanzung durch Samen bewirkt werde, während er dieSporen der Moose wegen ihrer Ähnlichkeit mit dem Blüthen-staub höherer Gewächse für solchen ausgab und die Moos-kapsel, in welcher sie ihre Entstehung finden, als Staubkolbenansprach.

Mit den Erfahrungen unseres Jahrhunderts, welchemeigentlich die Erlangung eines tieferen Verständnisses der Sexua-lität der Pflanzen mittelst geeigneter optischer Hülfsmittel Vor-behalten war, können die Erfolge seiner langjährigen Forschungnicht in Vergleich treten; dafür besitzen sie eine hohe historischeBedeutung, indem sie als eine wesentliche Erweiterung der indem 1694 veröffentlichtenSendschreiben an Valentin" nieder-gelegten Untersuchungen des Begründers der SexnalitätslehreR. I. Cammerarius gelten dürfen. Diesem ist deswegen auchder zweite Theil der Abhandlung gewidmet. Der Gedanke, dieUntersuchungen des Tübinger Gelehrten auch auf die Krypto-gamen auszudehnen, war ein sehr naheliegender, immerhin konnteer erst zwei Jahrzehnte später zur Ausführung kommen, nach-

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