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Johann Jakob Dillenius : (1687 - 1747) ; sein Leben und Wirken ; Gedenkblätter zur 200fachen Wiederkehr des Jahrestages seiner Geburt
Entstehung
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leben des Professors Laurentius Strauß ein Lehrstuhl an derUniversität erledigt und Dillenius zum Nachfolger seines ehe-maligen Lehrers berufen. Er siedelte mit seiner Familie baldnach seinem neuen Wohnsitz über, damit bereits am 29. Märzseine feierliche Einführung ins Amt erfolgen konnte. Er warendlich am heißersehnten Ziele seiner Wünsche angelangt undentfaltete eine segensreiche Wirksamkeit als eine der hervor-ragendsten Zierden der Gießener Hochschule?

Im trauten Kreise der Familie wuchs Johann Jakob mitseinen übrigen Geschwistern heran und legte bereits in frühesterJugend eine seltene Vorliebe für die Schönheit der Natur anden Tag. Besonders waren es die schmucken Kinder Florens,welche Geist und Gemüth des jungen Naturfreundes an sichfesselten. Zum Knaben herangereift übergaben ihn seine Elternmit seinen Brüdern zweifelsohne dem Pädagogium seiner Heimaths-stadt. Die Pflichten, welche ihm der Besuch dieser Anstalt auf-erlegte, boten für ihn wohl ebensowenig einen Grund zur Ab-haltung von seiner Lieblingsbeschäftigung, als für den unter demDrucke der ungünstigsten Verhältnisse schmachtenden Schuhmacher-lehrling Karl Linus die Miene seines gestrengen Lehrherrn.

Als er seine Laufbahn am Pädagogium beendet hatteund nunmehr an seine Berufswahl herantreten mußte, entschieder sich für das Studium der Arzneiwissenschaften, mit denennach dem Gebrauche jener Zeit die Pflege seiner Lieblings-wissenschaft, der Botanik, noch unzertrennlich verbunden war.Nach der Beendigung seiner erfolgreichen akademischen Lehrzeitwurde er wohl zunächst Physikus in Grünberg in Oberhessei?und trat später erst in die Stellung eines Stadtarztes in GießenPoliatsr (lisssnsis) ein. Obschon ihn die Erfüllung seinerBerufspflichten zu einem großen Theile in Anspruch nehmenmußte, so blieb nichtsdestoweniger der größere Theil seiner-geistigen Interessen seinen botanischen Studien zugewandt. Seine