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Was bedeutet "Kulturvolk"?
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nischen Geistes gegen den germanischen, der Philosoph derlateinischen Rassen. Und mit einer Schilderung, die mirvon zuverlässiger Seite wurde, stimmt überein, was folgt:Er erscheint den Franzosen des Südens als äußerst sympa-thischer Geist. In Aix, Montpellier, befinden sich Bücher wiedieGötzendämmerung undMenschliches, Allzumensch-liches in den Händen aller Philosophiestudierenden 46 ). UndBergsons Philosophie des Elan vital, die den Franzosen vonheute die Aktivität zum Kriege einpeitschte, was ist sieanderes als eine Konkurrenzschöpfung zu Nietzsches Werk?

Der Deutschen Heiligtümer sind nicht Nietzsches Heilig-tümer, unsere Lieblinge nicht die seinen.

Einen Menschen, der sich wahrhaft als Deutschen fühlt,pflegt man daran zu erkennen, daß er Schiller trotz mancherbaroken Ornamente liebt und mit ihm wieder jung zu werdenvermag, den Undeutschen daran, daß er Schiller nicht ver-steht und nicht leiden kann. Versucht man dieses Kriteriuman Nietzsche, so versagt er 46 ).

Ein Deutscher hält sein Vaterland hoch und ehrt es,und sei er auf dürrer Heide zu Hause. Nietzsche schämt sichDeutschlands, nicht nur, weil es ihm nicht sofort mit rauschen-den Fanfaren entgegenzog, sondern auch weil es ihm, demvermeintlichen Nachkommen polnischen Adels, zu plebejisch,unfein, philisterhaft dünkte.

Ob der vielgepriesenen Achtung des Deutschen vor derFrau zu allen Zeiten die Zartheit und feine Scheu eigen war,wie sie aus Goethe und Schiller abgeleitet zu werden pflegt,bleibe dahingestellt. Aber nachdem einmal das gute Mittel-alter das, was Tacitus ahnend als das innerste Verhältnis desGermanen zur Frau erkannt, aus den Verbildungen, die imZeitalter der Völkerwanderung und der eddisehen Dichtungeneintraten, wieder herausentwickelt hatte, konnten weder dieaus Frankreich Ende des 13. und während des 14. Jahr-hunderts eingeschleppten Frivolitäten noch eine gewisse Seiteder Renaissancekultur noch das, was im Gefolge der Auf-klärung ging, den Baum edler Frauenminnen in deutschenLanden entwurzeln. Neu und verblüffend muß darum Nietz-sches Botschaft von der dem Weibe angemessenen Peitschegeklungen haben. Aber sie war auf der Stelle auch mit demFluche der Lächerlichkeit geschlagen. Und mag man auch dasWort von derPeitsche imSinne älterer Aeußerungen Nietzschesals Widerspruch gegen unberechtigte Frauenemanzipation aus-