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Kyrupädie und mittelbar Isokrates mit seinem Vorschlageiner Nachahmung der persischen Machteinheit die Ueber-legenheit der politischen Struktur nachdrücklich bescheinigten.
Ebensowenig hat das Konglomerat hellenischer Völker-schaften für das Bewußtsein von der Hoheit des Schönendirekt geleistet. Weder haben alle Stämme die künstlerischeKultur in höherem Maße ausgebaut, noch wird ihr Eigenwerterkannt. Dem Kult, dem Ruhm der Heldentaten und derBefriedigung des städtischen Stolzes, dem privaten Bedürfnisfröhnte all das Spiel unermeßlicher edelster Geisteskraft. DerKünstler selbst ward auch von den freiesten Denkern mitdem Handwerker auf eine Stufe gestellt, seine Betätigungs-art von der Technik nicht getrennt 6 ). Musik und Poesie, dieeinseitig geschätzten Künste, werden unter den Händen desPlaton, seiner Schüler und Enkelschüler in der einen Richtungzum bloßen Erziehungsmittel, in der andern zur — Theorie.Die kargen Ansätze zu einer Lehre vom künstlerischen Arbeitenblühten selbst bei Platon und Aristoteles nicht zu einer vollende-ten Aesthetik aus. Wie tief Platon als Theoretiker, ganz ent-gegen seinem Herzensdrange, die Kunst einsehätzte, ist weit-hin bekannt. Und wenn Aristoteles die Poesie höher stellt alsdie Geschichte, so tut er dies nur, weil er in jener einen derWissenschaft verwandten Zug entdeckt, eine Art von Erfassungdes Allgemeinen im Gegensatz zum Einzelnen; von dem Sitt-lichen vermochte auch er, der große Analysator, das Schönenicht loszulösen.
Den ihnen von den tiefsten Griechen zugedachten Vor-rang verdanken Musik und musische Poesie der Meinung, daßsie die philos op Irischen Künste sind. Aber auch von Homersagt Platon, er habe Griechenland gebildet. Von den musi-kalischen Pythagoreern, die dorischen Stammes waren, habenjene Späteren die Mathematik der Töne gelernt, und darumkonnte Aristoxenos die Spätzeit mit einer mathematischen Theo-rie der Musik beschenken. Jetzt wird es uns bezeichnend erschei-nen, daß der dorische Stamm eben jenen Zweig der Lyrik aus-bildet, der nachmals im attischen Drama der Reflexion desDichters zur sprachlich-musikalischen Geburt verhelfen muß,den Chor. Und der Höhepunkt der griechischen Dichtkunstund Musik, das Drama selbst, was ist es anders als zum Lautgewordene Philosophie? Sind wir einmal so weit, so bedenkenwir uns schwerlich mehr, zu gestehen, daß dem griechischenVolke ein Hang zur Reflexion eigen war. Daß ihm von Haus
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