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Geschichte des ersten Kreuzzuges
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siechte, bis er von dem Aufbruche der Christenheit zum heiligenGrabe vernahm, und gelobte, wenn er gesunde, mit hinauszuziehen.Sogleich war er genesen, er schenkte sein väterliches Erbe der Kirchevon Lüttich zu ewigem Besitze und zog als Streiter des heiligenGrabes gen Osten?)

Wir sehen nun in dieser Darstellung festen Zusammenhang undorganische Gliederung, wie sie dem Epos oder dem Roman gebührt,können ihr aber nicht die Treue in der Auffassung des Factums zu-gestehen, welche die Geschichte von ihren Gewährsmännern fordert.Wunderbare Abstammung, ritterlicher Heldenmuth, edle Gesinnungund himmlischer Beruf zu dem Kreuzzug heben den Helden über dieMenge seiner Genossen hervor: dabei ist es sonderbar, wie ghibelli-nischen Charakters diese Ueberlieferung ist, wie sie sich bemüht, dieHingebung Gottfrieds an die Sache Heinrich's IV. deutlich zu machenund zu verherrlichen. Daneben gehen freilich Nachrichten entgegen-gesetzter Art: alle Welt kennt die Streitigkeiten Kaiser Heinrich's IV.mit seiner Gemahlin Praxedis, einer russischen Fürstin; hier wirdnun berichtet, Praxedis fei die Schwester Gottsried's gewesen, nach-dem der Kaiser sie so abscheulich mißhandelt, habe Gottfried sichbewaffnet, den Kaiser im Felde getroffen und nach heftigem Kampfein die Flucht geschlagen?) Spätere Darsteller haben der eigenenSinnesweise gemäß sich an die eine oder die andere Seite gehalten:einige haben die Kraft gerühmt, mit der er seiner Schwester sichangenommen; andere haben ihn als Büßenden wegen der Treue fürHeinrich den Zug antreteu lassen^), ein dritter bedauert den Kaiser,daß er durch Urban's Kreuzpredigt einen so tüchtigen Anhänger ver-loren. Aber diese Reflexionen: lösen sich aus, sobald ihre Grund-

Pest angesteckt. ttg. x. 263. Ich habe die angeführte Version ausgenom-men, weil die Sage an sie seinen Tod anknüpft: als er sein Werk erfüllt hat,sendet Gott jenes Fieber wieder.

1) rViii. T)'r. I. c.

2) So Oräsr. x. 639.

3) Den ältesten Ausspruch dieser Art finde ich in einem Schreiben des heil.Bernhard an König Ludwig VII angeführt bei Nolanus militia sacra äncmnLradantlas (bei Mabillon, der einzigen Ausgabe, die mir zur Hand ist, sucheich es vergebens): ita qui corrucrat contra, pontiüciam inilitano, maiorsxcitatus sst. Man sieht, Bernhard hat ganz die lleberliefernng, wie sie 'Will.Llalm. gicbt, vor Augen.