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läge zerfällt, und diese zeigt auf den ersten Blick sehr bedenklichePunkte. Die Ausschmückung der Herkunft, das Anlangen bei Hofe,die Beschützung der Jungfrau, das Alles tritt von selbst in sein ge-bührendes Licht. Unsere Autoren machen ihn dann einstimmig vorseinen Kriegsthatcn zum Herzog von Lothringen; es ist aber hin-reichend beglaubigt, daß er erst im Jahre 1088 zu dieser Würdegelangte?) Was den Zweikamps angeht, dessen mit solchem Rühmengedacht wird, so kennen wir den Streit, der ihm zu Grunde gelegenhaben soll, vollkommen, aber es ist nicht daran zu denken, daß esje zu solchen Vorgängen in demselben gelangt wäre?) Es sind dasnämlich Händel mit dem Grafen von Namur, einem VerwandtenGottfried's, der ihm gewisse Besitzungen mehrere Jahre hindurchstreitig machte. Allein von des Kaisers Gegenwart, von einem Zwei-kampfe ist keine Rede; in Feldschlacht und Besprechung, unter Mit-wirkung der geistlichen und weltlichen Nachbarn wurde der Kampfausgesochten. Von der Erlegung Rudolf's von Schwaben weiß keinZeitgenosse eine Sylbe, selbst die Anwesenheit Gottfried's ist nichtunzweifelhaft. Denn die einzige einheimische Nachricht, welche der-selben gedenkt, ruht auf durchaus unhistorischem Grundes, und dieallgemeinen Quellen, auch die ausführlichsten, nennen seinen Namennicht einmal?) Daß er in Italien gewesen, ist uns positiv bezeugt,
1) 8igsb. Osrnbl. a. e.
2) Hauptquellc dafür ist die gleichzeitige bist. ^näugin. rnonust. I. o., wozuman I^uursnt. a Iwoä. I. o. und Oislsd. iVIont. p. 544 (Lgt. XIII) ver-gleichen kann.
3) Ouursnt. n Osoä. x. 629. Er sagt, Ooästriäus Ilsoriso rsZi rsoon-oiliutns, sei gegen Rudolf mitgezogen — war er denn je mit Heinrich in Streitgewesen? Ferner: nachdem Rudolf umgekommen ist und der Sieg gefeiertwird, kommt die Nachricht, Bischof Theodorich von Lüttich sei gestorben. Dieserherrschte aber bis 1075, die Schlacht war 1081. Welchen Glauben soll maneiner Nachricht schenken, die mit solchen Fehlern behaftet ist?
4) Vgl. Gerbert's gründliche Erörterung äs Luäolt'o 8usvioo x. 101.Lruno äs d. 8nx. x. 226 zählt mehrere Fürsten auf Heinrich's Seite ans,Gottfried ist nicht darunter, er, der doch, wenn Wilhelm Historie und nicht Sageberichtete, den Sieg allein entschieden hätte. Otn-on. kstsrsllrw. ad n. 1081giebt eine dctaillirtc, aber sagenhaft umgestaltetc Darstellung der Schlacht: umso mehr muß es auffallcn, daß Gottfried, dieser Held der Sage, hier fehlt. Ganzverwirrt ist Otto lü-is. äs Asstis läüä. I. 6, der ihn unter den Herzogen inder Schlacht an der Unstrut aufzählt.