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Geschichte des ersten Kreuzzuges
Entstehung
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der König werden wird.^ Stellen wir weiter zusammen, was sichvon einzelnen Angaben dieser Art vorfindet, so sehen wir ihn inallen Kämpfen geübt und voll von heißer Frömmigkeit zum Manneheranwachsen. Am Hofe des Kaisers, wird erzählt, ritt er mitglänzendem Gefolge ein, der Kaiser fragte: Wer ist es, der sostattlich aufzieht, und küßte ihn, nachdem er den Namen gesagt,zweimal auf Kinn und Wange. Bald erwarb sich der jungeHeld ritterliche Ehren, vertheidigte im Zweikampf gegen einen stolzenBurgherrn eine beraubte Maises und focht mit höchstem Ruhm eineneigenen Streit mit einem Verwandten über sein väterliches Erbedurchs) Solch ein Verhalten lohnte ihm dann der Kaiser durchdie Ertheilung des Herzogthums Lothringens, und als er, seinemHerrn stets getreu, gegen Rudolf von Sachsen dem Kaiser mitmächtiger Hülse zuzog, waren Alle einstimmig, dem Herzoge alleingebühre die Ehre, das Reichsbanner in den Kampf zu tragen. Anjenem Tage begab sich aber, daß Gottfried, den Adler in der Hand,tief in die Feinde drang, dem falschen Könige begegnete und inGegenwart des Kaisers die Brust des Feindes durchbohrte. Sogleich,,als die Sachsen deß inne wurden, flohen sie aus dem Treffen; sieüberlieferten ihre Burgen und unterwarfen sich der Gnade desKaisers. °) Nach diesem zog Gottfried mit dem Kaiser über dieAlpen, um Rom zu belagern: er drang zuerst in die Stadt ein undöffnete den Nachfolgenden ein großes Fenster in der Stadtmauer;so überwältigten sie die Römer in heißer Schlacht, bis die Stadteingenommen und der Sieg erfochten war. Der Herzog, erschöpft,athemlos und erhitzt, kam in ein unterirdisches Gewölbe, wo er vonDurst gequält, unmäßig an Wein sich erquickte. Die Folge war,daß er in ein Quartanfieber verfiel?), an dem er langsam dahin

1) 6nil). x. 485. Der Autor, der sonst über französische und benachbarteDinge gut unterrichtet ist, leitet diese Nachricht doch mit einem ui iallor ein.

2) Roman, äs Ooä. äs Bouillon bei Niolmuä lnbi. I. x. 275.

3) Ilncl. 4) dl. l. s.

5) "Will. I^r. l. s. läßt es ihn noch früher erhalten; IVill. Nalw. l. o.sagt, er habe es wegen der ausgezeichneten Kriegsdienste, die er dem Kaiser ge-leistet, empfangen.

6) ^Vill. N^i'. und Lädsrio.

7) 'Will. Naim. I. o. Andere Varianten der Sage waren: er trank ver-gifteten Falerner er erkaltete sich in den Tibernebeln er wurde von der