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I- In Drangiana, Str. 724.
2) Plut. 4le». 48. Ls k^rt. .41». II, 7.
6) Die makedonischen Könige waren ursprünglich nicht unbeschränkt, son-dern in wichtigen Dingen gn die Znslinunnng des Adels — der KriegSgefolgS-lente, trcrc^oe, und des im Felde durch daS 5?ecr repräsentirten Volkes derFreien — gebunden: Schranken, welche für Fürsten von so gewaltiger Persön-lichkeit, wie Philipp und Alexander, zu enge, durchbrochen, oder nur zum Scheinestehen gelassen wurden. Beleg für Letzteres ist anch dieser Prozeß des PhilotaS,I, 25, 4. II, 7, 4. III, 27, 2. C. 32, 23. 25. Abel >23 ff.
Die Katastrophe des PhilotaS und Parmenio rechnet Niebuhr nebstdem Untergänge des Elitus und des CallisthcneS mir Recht zu den „entsetzlichenDingen im Leben Alexanders", deren dunkle und zum Thcil blutige Schattenkein Thatenglanz und keine noch so strahlende Hochherzigkeit und Leutseligkeitzu bedecken vermag. Hier zur Verständigung über ArrianS Bericht und znbesten Ergänzung nur so viel: li Dimnus, ein unbedeutender KricgSmann imniacedonischen Heere, hatte seinem jugendlichen Liebling NicomachuS, unter Nen-nung weniger Theilhaber, etwas von einer Verschwörung gegen Alexander vor-geschwatzt. NicomachuS eröffnete die Sache seinem Bruder CebaliuuS und dieserdem PhilotaS zur Mittheilung an Alexander. Obgleich aber in täglichem Ver-kehr mit dem Könige, machte PhilotaS keine, daher CebalinuS sie durch einenEdelknaben machen ließ. Auf dieß sestgenommen, fiel DimnnS durch eigeneoder durch fremde Hand, ohne eine Aussage getha» zu haben, mithin 2) beruhtdie ganze wirkliche oder angebliche Verschwörung zunächst bloß auf dem Zeug-niß eines jungen Menschen von zweideutigem Rufe. Fragen wir nun 3) durchwelche Beweismittel konnte denn PhilotaS vermocht werden, dieß Zeugniß desNicomachuS als wahr anzuerkenueu und seine Schuld einzugestchen, so werdenuns von PtolemäuS und Aristabul, den bedeutendsten Gewährsmännern über-haupt und den einzigen namentlich bei Arria» 3 solche aufgezählr.- a) werdenAnzeiger, aber nur so leichthin, angeblich mehrere ohne jede nähere Bezeichnunggenannt, so daß nur NicomachuS im Vordergrund, oder richtiger, allein stehenbleibt- b) Soll PhilotaS durch mehrere nicht unklare Judicien überführt wordensein; aber wie wenig besagend diese gewesen seien, erhellt schon daraus, daßdas von PhilotaS beobachtete Stillschweigen als stärkeres Beweismittel, dennjene zusammen, geltend gemacht wird, c) Dieß Stillschweigen beweist bei derJsolirung des NicomachuS als Angebers Nichts entschieden für die Schuld derPhilotaS, sondern höchstens etwas für seine llnklugheit, wie auch bei demselbenzwischen einer möglichen Stimmung, sich gegen den orientalisch üppig und in-solent gewordenen Alexander zu verschwören und der wirklichen Verflechtung ineine Conspiratio» wohl zu unterscheiden ist. — lleberhaupt sind jene beidenGewährsmänner ArrianS, unbeschadet ihrer sonstigen Glaubwürdigkeit, hier demzugleich bewunderten und gefürchteten Könige als Partei gegenüber in einermißlichen, vom Beurtheiler ihrer Angaben wohl zu beachtenden Stellung. Dieß