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1/2 (1885) Anabasis oder Feldzuege Alexanders
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in so weit pflichte ich selbst dem Callisthenes bei; darin aber ver-misse ich bei Callisthenes das Gefühl des Anstands, daß er wo-fern es ihm anders mit Grund der Wahrheit nachgesagt wirdgeäußert habe, Alexander und Alexanders Thaten hängen von ihmund seinem Geschichtwerke 5) ab: er sei überall nicht gekommen, umdurch Alexander Ruhm einzuernten, sondern um ihn vielmehr in derWelt berühmt zu machen, und ebenso hänge Alexanders Antheil ander Gottheit nicht von dem ab, was seine Mutter über seine Ent-stehung gefabelt habe 6), sondern vielmehr von dem, was er in seinerGeschichte Alexanders unter die Menge gelangen lasse. Bei Einigenfindet man auch Folgendes ausgezeichnet: als ihn nämlich Philotaseinmal fragte, wer nach seiner Meinung vom Staate der Athener ammeisten geehrt werde? habe er geantwortet: Harmodius und Aristogi-ton, weil sie den Einen der beiden Gewaltherrscher getödtet und dieGewaltherrschaft gestürzt haben ?); und auf die weitere Frage desPhilotas, ob sich Einer, der einen Gewaltherrscher getödtet Habe, nachBelieben in jeden Griechenstaat mit Sicherheit flüchte» könne? habeCallisthenes abermals erwiedert, wenn auch bei keinem anderen, sowerde es ihm wenigstens bei den Athenern glücken, gewisse Rettungzu finden: denn diese haben auch den Eurystheus, den damaligenGewaltherrscher in Griechenland ^), zu Gunsten der Söhne des Her-cules bekriegt Ueber die Art, wie er sich der göttlichen VerehrungAlexanders widersetzte, ist auch folgende Erzählung im Umlauf: Ale-xander habe es nämlich mit den Sophisten und den angesehenstenPersern und Medern seiner Umgebung verabredet, bei einem Trink-gelage das Gespräch auf diese Sache zu bringen. Anaxarchushabe nun dasselbe mit der Aeußerung eröffnet: mit weit größeremRechte werde Alexander für einen Gott gehalten, als Dionysus undHercules, nicht nur in Rücksicht auf die Menge und Größe der vonAlexander verrichteten Thaten, sondern auch weil Dionysus ein The-baner sei, der die Macedonier gar Nichts, und Hercules ein Argiver,der sie nur in so weit angehe, als Alexander bekanntlich ein Hcra-clide") zu seinem Geschlechts gehöre. Die Macedonier dagegenerweisen ihrem eigenen Könige mit größerem Siechte göttliche Ehre.Denn auch daran sei kein Zweifel, daß sie ihn nach seinem Hinscheidcnwie einen Gott verehren werden: mit wie viel mehr Recht erzeigen