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1/2 (1885) Anabasis oder Feldzuege Alexanders
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Annans Anabasis.

dem Heere her^: Alexander befahl den Wegweisern, ihnen im Ver-trauen auf die Gottheit zu folgen; und sie zeigten auch wirklich denWeg zum Orakel hin und wieder zurück. Aristobul dagegen unddie Mehrzahl der Berichterstatter mit ihm läßt zwei Raben, die deinHeere vorangeflogen, Alexandern als Führer dienen.^ Daß ihmnun Hilfe von oben zugekommen sei, darf ich wohl und um so mehr 'behaupten, weil es auch alle Wahrscheinlichkeit für sich hat; alleinetwas Sicheres in der Sache zu ermitteln, haben die so verschiedenlautenden Berichte unmöglich gemacht.

4 .

Die Gegend, in welcher sich der Tempel des Ammon befindet,ist rings umher eine völlige Wüste, überall nichts als Sand undwasserlos. Sie selbst mitten inne in geringer Ausdehnung gelegen ihre größte Breite beträgt nämlich ungefähr vierzig Stadienist voll zahmer Bäume, wie Öl- und Dattelbüume, und im ganzenUmkreise die einzige bewässerte Stellet Auch entspringt in ihr eineOuelle, die mit allen sonst aus der Erde sprudelnden Quellen nichts kgemein hat. Zur Mittagszeit nämlich ist ihr Wasser, wenn man'skostet, und noch inehr, wenn man's anfühlt, so kalt, als es nur immersein kann: sowie sich aber die Sonne zum Abend neigt, wird es wär-mer, von Abend an bis gegen Mitternacht nimmt diese Wärme immermehr zu und erreicht um Mitternacht selbst den höchsten Grad; abervon da an kühlt es sich in gehöriger Folge ab, ist um Morgen bereitskalt und um Mittag wieder am kältesteil: ein regelmäßigcr Wechsel,der an jedem Tage wiederkehrt. 2 Der Boden dieser Gegend erzeugtauch natürliches Salz, das gegraben wird; Priester des Ammon brin-gen davon nach Ägypten, indem sie es auf Reisen dorthin in Körb-chen, die aus Palniblättern geflochten sind, mit sich nehmen und denKönig und sonst wohl Personen damit beschenkeil. Sein Korn istlang und in einzelnen Proben sogar über drei Finger lang, und dabeiist es rein, wie Kristall. Die Ägypter sowohl, als alle andere,welche den Gottesdienst nicht gleichgiltig pflegen, bedienen sich seinerbei ihren Opfernch weil es reiner ist, als das Meersalz. Alexanderwar erstaunt über diese Gegend, befragte den Gott und brach, als der