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1/2 (1885) Anabasis oder Feldzuege Alexanders
Entstehung
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Drittes Buch.

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Nach diesem wandelte ihn die Lust an, den Ammon* inLi'bye:Uheimzusuchen. Einerseits wollte er den Gott befragen, weil AmmonsOrakel für untrüglich galt, und auch Peü'seus und He'rkules dasselbebefragt haben sollen jener, als er von Polyde'ctes wider die Gorgoausgesandt wurde?, dieser, als er gegen Antä'us nach Libyen undgegen Busi'ris nach Ägypten zog? Bei Alexander aber fand derEhrgeiz in dem Gedanken Nahrung, beide, den Perseus und Herkules,unter seine Stammväter zählen zu dürfend Andererseits leitete erselbst mitunter seine Abkunft von Ammon her^, gleichwie die Sagen-geschichte die Abstammung des Herkules und Perseus auf Zeuszurückführt. Er unternahm daher die Heercsfahrt zu Ammon in derAbsicht, auch in Ansehung seiner selbst etwas Bestimmteres inne zuwerden, oder wenigstens sagen zu können, er habe etwas derart er-fahren. Bis Paräto'nium6 ging denn sein Zug längs der Seeküstedurch eine jedoch nicht wasserlose Wüste, in einer Strecke von etwasechzehnhundert Stadien, wie Aristobu'l angibt? Von da wandteer sich landeinwärts der Gegend zu, wo Ammons Orakel lag. DerWeg zieht sich durch Einöden hin, die größtenteils aus Sandbestanden und ohne Wasser waren? Dagegen bekam AlexanderWassers die Fülle vom Himmel, ums natürlich der Huld des Gotteszugeschrieben wurde? Als seine Fügung sah man aber auch folgendeErscheinung an. Wenn nämlich in jenen Gegenden der Südwindbläst, so treibt er den Sand in Masse auf den Weg; das Auge ver-liert die Spuren der Bahn, und wie auf einem Meere vermag derWanderer nicht zu erkennen, wo er durch den Sand hin seine Straßeverfolgen soll?0; denn nicht nur fehlen die Merkzeichen am Wege,sondern es ragt auch nirgends ein Berg oder ein Baum, oder fest-stehende Hügel empor^, woran sich etwa der Reisende, wie der See-fahrer an den Sternen, zurechtfinden könnte. Und so ging eben auchAlexander mit seinen: Heergesolge in der Irre, und die Wegweiserwaren ihrer Sache nicht mehr gewiß. Da liefen denn, wie Ptole-mäus, der Lagi'de, meldet, zwei Drachen, Laute von sich gebend, vor

* Der Laut, hinter dem daS Zeichen' steht, hat den Ton: Deutschland n'ber a'lles.ISangenlcheidtlche B.gr.u. röm. Alass.; Bd. 27; Lsrg. 3.) Slrrians Anabasis. 7