Druckschrift 
1/2 (1885) Anabasis oder Feldzuege Alexanders
Entstehung
Seite
43
Einzelbild herunterladen
 

phrygien gehört, jetzt aber nach einer Anordnung des großen Königszum Steucrbezirke von Lycien gcschlngen worden war. HM trafenGesandte von Phasclis mit Frcundschaftsanträgen und zugleich umAlexander» mit einer Goldkrone zu schmücken, bei ihm ein; in der-selben Absicht erschienen Abgeordnete aus dem größten Thcilc vonNiedcrlycicn. Den Phaseliten und Lyciern befahl er, ihre Städte denhiemit Beauftragten zu übergeben, was denn auch von allen Seitengeschah. Er selbst langte kurz darnach in Phasclis an und nahm mitden Bewohnern ein von den Pisidiern ^") angelegtes Bergschloß ein,von wo aus diese Wilden das Land durchstreiften und dem Ackerbauder Phaseliten vielen Schaden zufügten.

25 .

Noch stand Alexander bei Phasclis, als er die Nachricht erhielt,daß Alexander, Acropus' Söhn, obgleich nicht nur Einer seiner Ge-folgsleute, sondern damals auch Befehlshaber der thcssalischen Reiterei,über vcrräthcrischen Planen brüte. Dieser Alexander war ein Bruderdes Heromcnes und Arrabäus, welche an Philipps Ermordung Theilgenommen hatten"). Obgleich auch damals nicht ohne Schuld, warer doch von Alexander begnadigt worden, weil er, Einer der Erstenunter seinen Freunden, nach Philipps Tode bei ihm sich eingcfunden,und mit dem Panzer umgürtet, ihn nach der Königsburg begleitethatte; spater hatte er ihn sogar mit Auszeichnung in seiner Umgebungbehalten, sodann als Heerführer nach Thrncien geschickt und zumBefehlshaber der thessalischen Reiterei ernannt^), als Calas, ihrbisherigen Anführer, auf eine Statthalterstclle versetzt wurde. SeineVerräthcrei wurde auf folgende Weise entdeckt ^). Nachdem Darmsdurch Vermittlung des Uebcrläufers Amyntas mündliche und schrift-liche Eröffnungen von diesem Alexander erhalten hatte, schickte er denSisines"), einen vertrauten Perser seiner Umgebung, an die Seelüfteab, angeblich zum phrygischen Statthalter Atizyes, in Wahrheitaber, um sich zu jenen: Alexander zu verfügen und demselben die eid-liche Versicherung zu ertheilen, wofern er den König Alexander tödtenwürde, wolle ihn Daraus auf den macedouischcn Thron erhebenH undihm zur Krone noch tausend Goldtalcnte schenken. Doch Sesincs,