Druckschrift 
1/2 (1885) Anabasis oder Feldzuege Alexanders
Entstehung
Seite
42
Einzelbild herunterladen
 

42

gegengcgangen, um ihm Alinda zu übergeben uud ihu an Kindcs-stntt anzunehmen. Und er ließ sie nicht nur im Besitze von Alinda,sondern wies auch den Sohncstitcl nicht zurück und übertrug ihr,nachdem er Halicarnaß zerstört und sich des übrigen Caricns bemäch-tigt hatte, die Herrschaft über das ganze Land 'H.

24.

Unter Alexanders macedonischcn Kampfgenossen befanden sichMehrere, welche kurz vor Eröffnung des Feldzuges gehcirathct hatten.Diese glaubte er setzt berücksichtigen zu müssen und sandte sic dcßhalbaus Caricn zurück, um bei ihren Weibern in Macedonien den Winterhinzubringcn. Ihre Führung übertrug er dem Ptolemäus, des Sc-leucus Sohn, von den königlichen Leibwächtern, und Einem der Be-fehlshaber, dem Conus, Polemocratcs' Sohn, und Mclcager, Neopto-lemus' Sohn, weil diese gleichfalls zu den Neuvermählten gehörten,mit der Weisung, wenn sie selbst nebst ihren Mitbeurlaubtcn wiederzurückkehrten, so viel möglich Reiterei und Fußvolk im Lande auszu-heben und mitzubringen: eine Maßregel, durch welche sich Alexanderso sehr, als durch irgend eine, bei seinen Macedoniern beliebt machte.Auch den Cleander, Polemocratcs' Sohn, schickte er zur Anwerbungvon Truppen nach dem Peloponnes'). Den Parmenio aber sandteer mit einer Abtheilung der berittenen Gefolgsleute, mit der thcssa-lischeu Reiterei, den übrigen Bundesgenossen und den Wägen nachSardcs; von da sollte er nach Phrygien vorrückcn. Er selbst zoggegen Lycien und Pamphylicn-), um durch Besetzung der Küsten-landschaft die feindliche Flotte unbrauchbar zu machen. Zuerst nahmer in: Vorbeimarsch Hyparna H, einen festen Platz mit einer Besatzungfremder Miethtruppcn, gleich beim ersten Angriff weg. Die Fremdendurften der Uebereinkunft gemäß aus der Burg frei äbzichcn. Dannfiel er in Lycien ein, unterwarf sich Tclmissus H durch Vergleich,setzte über den Fluß Xanthus H, und bekam Pinara H, .^nnthus dieStadt, und Patara H, nebst etwa dreißig anderen minder bedeutendenOrtschaften durch Ucbergabe in seine Gewalt. Nachdem er dieß aus-geführt hatte, überzog er, bereits im strengsten Winter (I. 334333), die Landschaft Milyas^), welche zwar eigentlich zu Groß-