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1/2 (1885) Anabasis oder Feldzuege Alexanders
Entstehung
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fiel, stellten sie ihre Reiterschaaren dichtgedrängt nm Ufer auf. EineZeitlang hielten sich nun beide Heere, wegen der nächsten Zukunft be-sorgt, am Uferrande des Flusses in ruhiger Stellung: auf beidenSeiten waltete tiefe Stille. Die Perser nämlich warteten nur, bis dieMacedouier in den Fluß gehen würden, um beim Hcraussteigcn sieanzugrcifcn. Alexander aber schwang sich auf sein Roß, rief seinenLeuten ermunternd zu, ihm zu folgen und sich als wackere Männer zuzeigen, und gebot den Plänklern zu Pferd, desgleichen den Päonicrnunter Amyutas, dem Sohne des Arrabäus, auch einer AbthcilungFußvolks und diesen voran noch der Reiterschaar des Socrates unterPtolemüus, Philipps Sohn, welche zufällig an diesem Tage denersten Zug der ganzen Reiterei bildete^), sich zuerst in den Flußzu werfen'b). Er selbst ging unter Trompeteuschnll und Kriegs-gcsang mit dem rechten Flügel sin's Wasser und ließ seine Linienach dein Laufe des Flusses in schiefer Richtung sich ausdchnen^),um nicht beim Herausstcigcn von den Persern in der Flanke gefaßtzu werden, vielmehr auch seinerseits so viel möglich mit ihnen ingeschlossenen Reihen zum Handgemenge zu kommen.

15.

Da, wo zuerst die Truppen des Amyntas und Socrates sichdem Ufer näherten, eröffnet«: auch die Perser von oben herab ihrenAngriff. Einige warfen von den höher gelegenen Uferstellen ihreGeschosse in den Fluß, Andere stiegen von den niedrigeren Lagen bisan's Wasser hinunter. Da entstand unter der Reiterei ein Drängen,indem ein Theil derselben aus dem Flusse heraufzusteigcu, der anderedas Hcraussteigcn zu wehren suchte: in Menge schleuderten die Perserihre Wurfgeschosse, die Macedouier vertheidigten sich mit ihren Stoß-lanzcn"). An Zahl weit schwächer, litten übrigens die letzteren gleichbeim ersten Angriffe, insbesondere weil sic auf unsicherem Boden undzudein von: Flusse herauf sich zu vcrtheidigcn hatten, wahrend diePerser von: hohen Ufer herab fochten. Ueberdieß war hier der Kernder persischen Reiterei-) aufgestellt, und Memnons Söhne, und auchMemuon selbst, thciltcn mit ihnen die Gefahren des Kampfes. DieVordersten der Macedouier, welche mit den Persern in's Handgemeng