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Längs der Bastei ans Posten stand, ein PfeilBon innerhalb der Mauer abgeschossenUns vor die Füße, und am Pfeil befestigtSah'n wir 'neu Zettel, der die Aufschrift trägt:
An den großmächt'gen Ritter Franz.
Franz.
Mach los
Den Pfeil und lies den Zettel, Jörg.
Jörg, (liest.)
„Gestrenger Herr Ritter! Es ist ein Freund, der Euch schreibt,und wenn er nicht Euer Freund ist, so null er Euer Feind sein,was, Gott steh mir bei, gerade so viel heißt, als ein Feind von sichselber und jedem ehrlichen Christcumcnschcn, und ein Freund dieserdickbäuchigen, geldgierigen, mcnschcuschiuderischen Pfaffen, die er geradeso liebt, wie Eure Kugeln sie lieben, wenn sie ihnen vor Zuneigungvorn in den Leib und vor Abneigung wieder hinten hinausfahrcn,ein prächtiges Schauspiel, von dem er cs nie vergessen wird, das;Ihr es ihm, Gott lohn' cs Euch, heute einigemal verschafft habt.Wenn Ihr in die Stadt kommt, und Ihr haltet ihn Eurer Gnadefür würdig, so Littet er sich's auS, an den Glatzen, die Ihr zumHängen verurtheilt, es vollstrccken zu dürfen, und cs denen zu er-wirken, die Ihr etwa laufen zu lassen gedenkt. Also zur Sache.Ihr habt Freunde in der Stadt, und Leute, die von gutem Willensind. Aber noch ist's zu früh; Ihr mußt Eure Ungeduld bezwingenund noch fein gemach liegen- Denn die Besatzung ist noch zu voll-zählig, und die Pfäffischen machen noch ein zu groß Geschrei. TicBürger aber haben noch den rechten Muth nicht Wenn Ihr ihnenjedoch noch acht Tage die Häuser cinschicßt, so werdet Zhr's zumfröhlichen Ende führen. Also faßt Euch in Geduld, Herr Ritter,denn jede Kugel, die bei uns cinschlägt, schafft Euch einen Feindweg und schafft Euch einen Freund mehr. Ihr hört weiter von mir,und wegen eines Pförtlcins bin ich auch schon in Unterhandlung.Wenn eine Woche um ist, sollt Ihr mich in Trier in Person kennenlernen, und vergeht dann meine Gnade nicht!"
Ein Freund von Franziskus,(allgemeine Heiterkeit unter den Anwesenden.)
Jörg.
Ein beredtsamcr Brief,
li