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Franz von Sickingen : eine historische Tragödie
Entstehung
Seite
157
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Richard.

Seht her, da nahen sich die frommen Streiter,

Entschlossen freudig eine zweite MauerDer Stadt zn bilden aus der eignen Brust.

(es erscheint auf der Bühne die Procession der Mönche, das Aller-heiligste und die Fahne mit dem Mnttcrgottesbilde voran.)

PH oral. Zweite Strophe.

I^urit iuror miliarisut vir sacer saeris arisiminoletur

c^uein occidunt srievienissintroducunt nescientegad aeterna Gaudis.

(wie das Allerheiligste auf der Bühne erscheint, fallen der Erzbischofund alle Anwesenden auf die Kniee. Der Zug zieht, die zweiteStrophe des Chorals absingend, langsam und hin und wieder an-haltend über die Bühne. Wie das Allerhciligste die Bühne passirthat, erhebt sich der Erzbischof und nach ihm die andern Anwesenden.)

Richard, (die Arme segnend ausbreitend.)

Steht ans, gestärkt jetzt durch des Himmels Segen!

Der Herr der Hcerschaar'n selber ficht mit EuchUnd wendet von Euch ab des Feindes Schwerter,

Die heil'ge Jungfrau schwebet Euch voran,

Sie winkt Euch zu ans ihrem Himmelsglanz.

Selig, wer heut sein Blut vergießet! DennGleichwie das Blut des Herrn, also löscht ansSo sel'ger Tod des Lebens Sund' und Jrrthnm.

Geöffnet sind ihm Seiner Glorie Himmel,

Die Paradiese Seiner Herrlichkeit.

Die Heil'gen jauchzen preisend ihm entgegen,

Zur Rechten Seines Thrones wird er stehnVerklärt im ew'gen Glanze seines Lichts!

Ans denn! Zur Man'r! Ich selber führe Euch.

Als Euer Feldgeschrei ruft an die heil'ge Jungfrau.