Druckschrift 
Franz von Sickingen : eine historische Tragödie
Entstehung
Seite
140
Einzelbild herunterladen
 

140

Der Treue, die Du und Dein Hans-vor meinen Augen

Steigt Schweickhardt's, Deines Vaters, blutigesGespenst herauf, das Haupt abmahnend schüttelndRitter. < drängend.)

Entschließt Euch, Herr! Indem wir sprechen, fallenDie ch'rnen Loose, die der Kriegsgott wirft.

Ludwig, (mit Bestimmtheit zum Ritter.)

Es kann nicht sein! Unmögliches begehrt nicht.

Philipp reicht hin. Verstärkung send' ich ihm,

Und Alles ist das, was ich leisten kann.

Ritter.

Dann ist es ans, und große Dinge wirdMitanschau'n dieses Jahres Sonne noch,

Und unabwendbar in Erfüllung bringt sichDes Franzens Wort!

lwill gehen.)

Ludwig.

Was für ein Wort, Herr Ritter?Ritter.

Es hatte in St. Wendel's Mauern sichDer beste Adel Triers eingeschlossen:

Bruno von Schmidtbnrg, Waldecker von Keimt,

Otto von Kettig und noch Andre mehr,

Des Erzstists Säulen, feierlichen Schwnr'SDen Platz zu halten, sei's ihr Untergang.

Zweimal vergeblich stürmt der Ritter an,

Abschlägt ihn dieser Tapfern Hcldemnuth,

Doch heißer nur zu grimmer Wnth entflammt,

Nas't an Franziskus, und beim dritten SturmZerbricht wie Glas er Man'r und Widerstand.

Wie er nun steht im Schloß des Erzbischofs,

Umringt von seiner Kriegsobristcn Schaar,