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Franz von Sickingen : eine historische Tragödie
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Keiner von uns darf mit den Städten fürderIn Fehde sich verwickeln! Nur zu vielHaben wir Alle wohl in früh'rer Zeit,

In unreifer, hiegegen uns versündigt.

Geändert ist die Zeit und ihr Gebot;

Die Städte sind es, deren mächt'ger DrangNach Recht und Freiheit uns zum Bund'sgenossenIm großen Kampfe werden soll. Der BürgerUnd der Gewerke freiheitsreger Sinn,

Die Macht, die sich in ihren Mauern birgt,

Bewegt von dieser Zeit lichtvollem Trieb -

Sie sind die festen Pfeiler unsres Bau's.

Hegt sie! Den Landmann schont! Bereit ist er,Das Pfaffenjoch, das härter noch als uns,

Ihn selbst bedrückt, vom Nacken abzuwerfen.

Nicht uns, die Fürsten haßt er, wird mit unsWenn wir Gerechtigkeit zum Mittler nehmen,

Sich leichtlich einen. Einmal schon ging unsIm Kampfe gegen FürstentyranneiVoran der Bau'r! Denkt an den armen Koonü!Er ward besiegt, dach wen'ge Jahre d'rauf

Und selber mußten wir die Lanze fällenGen Herzog Ulrich, Würtembergs Tyrann,

Der unsres Rechts gleich wenig achtete

Als auch des Bauern. Wenn dereinst durch's Land

Der Kriegsgott tobt, der männerwürgende,

Das Reich in zween Lager auseinanderkrachend,

Der Land mann ist es, dessen starke Faust,

Zur rechten Zeit entfesselt, mächtiglich

Im eh'rnen Spiel den Ausschlag geben wird,Entscheiden unsres Reiches großes Schicksal!

Bedenket das! Und jetzt, Ihr Freunde, ziehtZu meiner Wohnung, wo Euch meine Schreiber