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Franz von Sickingen : eine historische Tragödie
Entstehung
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77
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Dann wird es heiß! es senkt sich unsre Schwinge,Dann wenden sich die Völker von uns ab,

Der neu errnug'nen Braut, der Wirklichkeit,

In ihre üpp'gen Arme feurig stürzend.

Vor des Genusses rother Sonne lischtVerblassend aus der fahle Stern des Jenseits,

Dann naht sich unsre Götterdämmerung!

(er hat zuletzt wie in einer Art non Vision gesprochen und fährt jetztmit nach oben ausgcstrecktcn Armen fort.)

Doch nein! Wie wunderbar sind Deine Wege, Herr!

Durch Dunkel führst Du uns zu Deinem Licht,Verwandelst in Triumph, was Sturz uns droht,

Und die Gefahr selbst muß, gleich einem Sklaven,

Den Thron uns schmieden, der uns fester trägt.

Erzbischof.

En'r Auge glüht, und über diese ErdeSchwingt sich En'r Geist, von Gott emporgehoben.

Das Nächste seh' ich hell, jedoch vor Eurem BlickLiegt selbst der Zukunft großes Buch entsiegelt!

So sprecht! Entschleiert was der Geist Euch zeigt.

Wie soll uns die Gefahr den Sieg verlcihn?

Befest'gen uns, was Sturz uns drohen muß?

Legat.

Was heut' uns schmerzt und uns mit Sorg' erfülltIst unsrer Fürsten feindliches Verhalten,

Die neidisch unsrer Macht und selbst nicht ahnendDen Dämon, den sie arglos anferzichn,

Sich auf die Seite uusrer Gegner reih'n.

Und lange noch wird diese Prüfung währen.

Doch wenn erfüllt sich hat der Kreis der Zeit,

Wenn jene Stunde der Gefahr sich naht,

Das Reich des Antichrists, das uns verkündet ward,Wo frevelnd sich auf seinen eignen Boden