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Die Kronen all' Europas überragt,
Zu dunkeln Schatten meine Lande druckt,
Dem fremden Mann znm Erb zu hinteriassen?
Für einen Nachfolger vom Sachsenstamm etwaSoll ich dies Alles thun? — Nein, Franz, Ihr seht,
Ich Hab' es reiflich überdacht -- nicht heut zuerst,
Wenn heut vielleicht auch sorglicher denn je,
Und unerschüttert bleibt der alte Schluß.
Unmöglich ist's — dabei muß cs bewenden.
Es steht mein Wort auf wohl erwognem Grund.
Franz.
Wohl sprecht Ihr, wie Jemand, der reiflich überlegtUnd mit Bewußtsein dann — das schlecht're Theilerwählt!
Karl, ifinstcr und streng.)
Dies Wort — verzeih' ich Euch, Herr Ritter, dochMit dem Beding, daß ich's nie wieder höre.
Franz, (macht eine stumme Verbeugung.)
Karl, (mich einer Pause mit gütiger Stimme.)Getäuschte Hoffnung macht Euch bitter, machtEuch ungerecht; doch hoff' ich, daß die ZeitZu bess'rer Uebcrlegung Euch znrückführt.
Gebt auf, was doch unmöglich zu erreichen.
Es giebt noch andre Zwecke als die Euren,
Nicht minder strebenswerth. Wenn Ihr die meinenZn Eures Wollens Inhalt machen könnt, dann, Franz,Dann sollt Ihr steigen durch die KaiserhuldSo hoch, wie noch kein Fürst gestiegen ist.
(er hält iuue, einen laugen, forschenden Blick auf Frauz werfend.Dieser schweigt regungslos.)
Bis dahin — seid Ihr entlassen, Ritter!
(Franz verbeugt sich tief und geht schweigend ab.)