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Franz von Sickingen : eine historische Tragödie
Entstehung
Seite
43
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Und sei's auch mir zu Liebe nur, nur mirZu mindern des Berichtes Mißlichkeit —

Erbittet was!

Franz.

Wehl denn! Der Kaiser zürntDem Kurfürst von der Pfalz, und irr' ich nicht,

So konnte sich ein schweres UngewitterUeber des Psalzgrass Haupt gar bald entladen.

Er ist mein Lehnsherr und von Alters herMir hold und wohlgesonnen, wie ich ihm.

So sagt dem Kaiser denn, wenn Gnade erErzeigen wolle dein Franziskus, mög' ErDen Zorn, gleichviel ob wohl ob schlecht berechtigt,

Durch der Vergebung sanfte Hand erwürgen.

Renner.

Ihr spielt mit Worten, Freund. Gern melde ich'sDem Kaiser — doch das heißt nicht bitten, wieIch's meinte. Statt für Euch was zu verlangen,

Mittelt Ihr jetzt für Andre, gleichsam umZu zeigen, daß Ihr selber nnbedürftigDasteht und viel zu hoch, als daß Karls GnadeAufklimmen könnte zu des Thrones StufenDer göttergleichen Selbstgenügsamkeit,

Auf dem Ihr fitzt! — Franz, Franz! Verwundet nichtDen Kaiser! Würdet Ihr an Kaisers StelleMit unverletzter Seele tragen können,

Den Unterthan zu brauchen, der Euch selbstNicht braucht?

Franz.

Laßt das, mein Freund! Ihr könnt auch irren.Vielleicht Hab' ich vom Kaiser selbst so vr ! —

So viel zu bitten, daß nur Klugheit miedAbhält zu schwächen des Kredits Gewicht,