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Franz von Sickingen : eine historische Tragödie
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Ich selbst will mit der schwachen Kraft Euch Helsen.Auch könnt Ihr Euerin Freund, dem Luther, schreiben,Dem andern großen Rufer in dem Streit:

Wenn es ihn: dort nicht mehr geheuer sei,

Wenn man die Feder ihm beengen wolle

Hier auf der Ebernburg fand' er nicht nurBereit Asyl er fand' auch Druckfreiheit!

Braucht' sich um keinen Kurfürst mehr zu kümmern;Und kam' es schlimm, so müßte an den Wällen,

Den unbezwinglichen, der Ebernburg

Gar manches Heer sich erst den Kopf einrennen,

Eh' sie auch nur ein Haar ihm krümmen sollten!Balthasar.

Auch treffet Ihr auf unfern Burgen schonGar manchen Hirt der neuen Lehre an,

Manch' trefflichen Verkündiger des Worts,

Der sich in gleichem Schutz geborgen hat

Und der Euch tröstlich an sein Herz wird schließen.

Marie.

Auch ich will bieten Euch, was ich vermag,

Wie wenig es auch sei! Ihr liebt, ich weiß, Gesang.Wenn Gram Euch übermannt, will ich die SorgenVerscheuchen Euch mit meinen schönsten Liedern!

Franz.

Doch jetzo kommt, die neue HerbergeEuch zu besehn, die Ihr bewohnen sollt.

Auch Hab' ich noch allein mit Euch zu reden.

Ulrich.

Wie wird in diesem liebenden Vereine

Das Herz mir weich und doch von Kraft erfüllt!

Wie wird mir in der tiefsten Brust der reineDrang nach Verständniß mächtig hier gestillt!