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Ulrich.
Ja wohl.
Bei dem Turnier trug ich des Fräuleins Farben,Obwohl mit minderm Glück als gutem Willen.
Ich hielt mich ziemlich. Meine Lanze hatteWohl drei bis vier der Ritter schon entsattelt,
Da kam so ein Cyelop aus Brandenburg,
Vom Bruder an des Albrecht's Hof gesandt,Vierschrötig und an Kraft fast einem Stiere gleich,Der brachte mich gar unsanft da zu Fall.
Marie.
Herr Ritter, glaubt, mir that's im Herzen weh,
Als ich Euch stürzen sah um meinethalb.
Ich fürchtete, der schwere Fall hält' EuchGeschädigt. Nimmer hält' ich's mir verziehn!
Ulrich, (sich lächelnd verbeugend.)
Das war es nicht, mein Fräulein, was mich schmerzte.Schnell abgeschüttelt war der leichte Fall;
Doch daß ich Eure Farben nicht, wie sie'sVerdient, zum Siege bringen konnte — daßIch Erich vielleicht in minder günst'gem LichtErscheinen konnte, als ich wünschte, Fräulein,
— Das schmerzte mich.
Marie, (mit Feuer, obwohl verschämt.)
Wie könnt Ihr also sprechen!Wer trifft nicht in den Waffen seinen Meister?
Und ist das rohe Schwert die ei uz'ge Waffe,
Die mit Bewund'rung uns am Mann erfüllt?
Ihr schwingt noch andre, mächtigere Waffen,
Es sagt der Ruf, daß sich mit Eurer FederNichts in der Christenheit vergleichen könne!
Dies Helle Geistesschwert —>
Ihr schwingt es für der Menschheit höchste Güter,