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7 (1854) Die beiden Foscari. Werner
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Ein Fremder nach der Polizei denn rufen?

Wie? Sollt' ich auf dem Weg gezögert haben?

Wie hattet ihr entfliehen können, Werner,

Von dem Baron gefürchtet und gehaßt,

Verging nicht manche Stund' erst, eh' der ArgwohnEntstanden war? Ich sucht' euch, forscht' euch ans,

Noch zweifelnd, ob ihr falsch, ob schwach nur wäret;

Ich fand euch schwach, doch so vertraunngsvoli,

Daß oft an eurer Schwäch' ich zweifelte.

Siegendorf.

Ha, Mörder! Niedrer Meuchler! Welche Thal,

Welch ein Gedanke nur oon mir vermochteDen Glaube» euch zu leih», als könnt' ich jeDer Mitgenoß von eurem Frevel lverdcn?

Ulrich.

Ruft nicht den Teufel zwischen uns, mein Vater,

Den ihr dann nimmer wieder bannen könnt.

Jetzt ist cs Zeit zur Eintracht und zum Handeln,

Nicht zu Familienzwisten. Könnt' ich denn,

Jndcß ihr Qualen littet, ruhig sein?

Ihr glaubt doch nicht, ich hätte ganz gefühllosDes Mannes Reden so mit angchört?

Ihr lehrtet mich, für euch und mich zu fühlen;

Für wen, wozu denn lehrtet ihr mich's immer?

Siegendorf.

O meines Vaters Fluch! Er wirket nun.

Ulrich.

Er wirke nur! Das Grab, cs wird ihn zügeln!

Staub ist ein schwacher Feind; ihn fern zu halten,

Ist leichter, als den Maulwurf abznwchrcn,

Der unter uns lcbcnd'gc Pfade wühlt.

Doch hört mich! Wenn ihr mich verdammt, so denkt,Wer mich gelehrt, so oft auf ihn zu lauschen!