Druckschrift 
7 (1854) Die beiden Foscari. Werner
Entstehung
Seite
278
Einzelbild herunterladen
 

278

Du schontest mich! Ich träumte von dem VaterMein Traum ist aus!

Gabor.

Es ist nicht meine Schuld,Legt' ich ihn aus. Ich floh und blieb verborgen.Der Zufall führt mich her nach manchem MonatUnd zeigt im Grafen Siegendorf mir Werner!

Den ich vergeblich oft in Hütten suchte,

Der Werner wohnt in eines Fürsten Schloß!

Ihr suchtet, fandet mich ihr wißt nun meinGehcimniß wäget seinen Werth.

Siegendorf.

(Nack einer Pause.)

Fürwahr!

Gabor.

Sinnt Rach' ihr, sinne ihr auf Gerechtigkeit?

Siegendorf.

Nein; ich erwog den Werth von dem Gehcimniß.

Gabor..

Nochmals: als arm ihr wart, und ich, zwar arm,Doch reich genug, um solcher Noth zu steuern,

Der keinen Neid erregte, bot ich euchDie Börse doch ihr schlugt sie aus: ich bi»Jetzt offen; edel seid ihr, reich, geschätztAm Hof dcS Kaisers ihr versteht mich?

Siegendorf.

^a.

Gabor.

Nicht ganz. Ihr glaubt mich käuflich, ehrlich kaum,Und wirklich hat das Schicksal gegenwärtigZu beiden: mich gemacht; ihr sollt mir helfen,

Ich würd' euch helfen und mein Name littEin wenig wol, den eures Sohns und eurenZu retten. Nun erwäget, was ich sagte.