Druckschrift 
7 (1854) Die beiden Foscari. Werner
Entstehung
Seite
277
Einzelbild herunterladen
 

Voll Angst und finster nach dem Körper blickte,

Der blutend lag und keine Regung zeigte.

Siegendorf.

O Gott! t

Gabo r.

Ich sah sein Antlitz, wie jetzt eures

Doch eures war es nicht, obgleich ihm ähnlichErkennet cs am Grafen Ulrich wieder!

Bestimmt wie ich cs sah obschon der AusdruckJetzt nicht wie damals ist; doch war er so,

Als ich zuerst der Schuld ihn zieh: so kürzlich.

Siegendorf.

Es ist so

Gabor.

tJH» unterbrechend.)

Ruhig hört mich bis zu Ende!

Jetzt müßt ihr cs. Ich glaubte mich ovn euchUnd ihm (ich sah's, daß euch ein Band vereinte)Verlockt in dies vermeintliche Versteck,

Um nun ein Opfer eurer Schuld zu werden,

Und Rache war das Erste, was ich dachte;

-Allein obgleich mit kurzem Dolch bewaffnet,.

(Mein Schwert blieb draußen) war ich doch ihm nimmerAn Kraft und an Geschicklichkeit gewachsen,

Wie dies an jenem Morgen noch sich zeigte.

Ich floh im Dunkeln: Zufall mehr, als Klugheit,Ließ mich des Saals geheime Thürc findenUnd bald darauf das Zimmer, wo ihr schlieft.

Wenn ich euch wachend fand, der Himmel weiß,

Wozu vielleicht mich Rach' und Argwohn reizte;

Nie schlief die Schuld jedoch, wie damals Werner.

Siegendorf.

Und dennoch träumt' ich schrecklich, schlief nur wenigDie Sterne glänzten noch, als ich erwachte