Druckschrift 
7 (1854) Die beiden Foscari. Werner
Entstehung
Seite
77
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I. Foscari.

Wir sind ja noch nicht aufgefordert;

Dir Segel sind noch nicht entfaltet, undDer Wind kann ändern,

Marina.

Doch er ändert nicht

Ihr Herz und nicht dein Loos. Schon flichn den HafenDie Boote deines Schiffs.

I. Foscari.

Ihr Elemente!

Wo habt ihr euren Sturm?

Marina.

Zn Menschenlieben.

Macbt nichts dich ruhig?

I. Foscari.

Nie noch sandt' ein SchifferZn seinem Heiligen solch Gebet um gutenUnd günst'gen Wind, als ich zu euch gefleht,

Ihr Heilige» meiner Vaterstadt! die ihrNicht liebt mit gröffrer Inbrunst als ich selbst,

Die tiefsten Fluten Abria's zu schleudern,

Den Südwind, der des Sturmes Fürst, zu wecken,

Bis mich die Sec an meinen hcimffchen StrandZurückwirft und zerschellt am öden Lido,

Wo ich dem Sand mich mische, der umgürtetDas rhcurc Land, das ich nun nie mehr sehe!

Marina.

Und wünsch'st du, mir zur Seite, dies?

I. Foscari.

Nein nein

Du gute, sanfte, magst noch lange leben,

Den Kindern eine Mutter sein, die deinGetreuer Sinn für eine Zeit beraubt