Druckschrift 
7 (1854) Die beiden Foscari. Werner
Entstehung
Seite
59
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-ü!«

I. Foscari.

Fluch' ihr nicht! schweig' ich, wer wagt'sDie Heimat zu verklagen?

Marina.

Menschen und Engel!

Das Blut von Tausenden, gen Himmel dampfend,

Gestöhn der Sklaven, der Gefangenen,

Die Mütter, Weiber, Söhne, Vater, dieGeknechtet von zehn kahlen Häuptern werden,

Vor allem auch dein Schweigen. Könnt'st du sprechenZn seinem Lob, wer pries cs wol gleich dir?

I. Foscari.

Bereite» wir uns denn, cs muß ja sein,

Znm Abschied. Doch wer naht hier?

(Lorcdano tritt ans, von Dienern begleitet.)Lorcdano.

(Zn den Dienern.)

Geht, doch laßt

Die Fackel hier.

(Die beide» Diener gehn ab.)

I. Foscari.Willkommen, edler Herr.Nie glaubt' ich, daß der arme Raum so hohenBesuch noch sah'.

Lorcdano.

'S ist nicht das erste Mal,

Daß hier ich bin.

M a r i n a.

Und wär's das letzte nicht,Traf' alle Menschen der verdiente Lohn.

Kam't ihr, uns zu verhöhnen, oder bleibt ihrHier als Spion, vielleicht als Geißel auch?