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Marina.
> Ich non dir sprechen?
I. Foscari.
Und weshalb nicht? Dann sprechen von mir Alle:Die Tyrannei des Schweigens wahrt nicht einig,
Und, bringt man niel auch, des Gerechten SeufzerBricht jede Fessel, selbst ein lebend Grab!
Mein Leben, mein Gedächtnis! nicht, bczwcifl' ich;
Und keines furcht' ich.
Marina.
Sicher ist dein Leben.
I. Foscari.
Die Freiheit?
Marina.
Diese schafft der Geist sich selbst.
I. Foscari.
Das klingt wol schön; doch ist cs nur ein Klang,Musik, zwar eindrucksvoll, jedoch vergänglich:
Der Geist ist viel, doch Alles nicht. Der GeistHat mich gestählt, dem Tode Trotz zu biete»,
Und wahrem Schmerz, der schlimmer als der Tod,(Wenn der nur tiefer Schlaf ist) ohne Seufzer,
Mit einem Schrei nur, der die Richter mehrAls mich beschämt; doch außer dem gibt csNoch Härt'rcs — wie der Kerker hier, drin ichWol manches Jahr noch athmc. —
Marina.
Ach, das enge
Gefängniß ist das Einzige für dichVom weiten Reiche, wo dein Vater Fürst.
I. Foscari.
Kaum läßt es der Gedanke mich ertragen.
Mein Loos ist häufig, Viele sind in Kerkern,
Doch nicht, wie ich, nah' beim Palast des Vaters;