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Die wissenschaftliche Bedeutung der platonischen Liebe
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Die Griechen waren dagegen in der Wissenschaftdie ewigenJünglinge der Aurora der Welt," wie der Dichter Jean Paulsich ausdrückt. Denselben Gedanken äußert Schelling, wenner sagt:die Griechen blieben in der Wissenschaft ewige Jünglinge,während wir als Greise geboren werden," d. h. wir ergrauenerst im Aueignen dessen durch das Gedächtniß, was vor uns ge-wußt wurde. Unser Schibolcth ist nicht der Eros sondern derSpruch: llantum 8oimu8, gnnntnm memoria tenemu8. Durchdiese Richtung des Wissensdranges hat sich das Gebiet desWissenswürdigen sehr erweitert, aber der Geist der Wissenschaftwurde durch die Quantität oft gedrückt, ja manchmal unterdrückt.Die Geschichte der platonischen Studien muß jeden überzeugen,daß dieselben den Geist von Zeit zu Zeit wieder entlasteten undihm wieder die Flügel wachsen ließen. Sulzer's Abhandlungüber die in den Gymnasien zu lesenden Schriftsteller ist natür-lich nicht mehr mustergiltig, aber darin verräth er einen tieferenBlick, daß er auch Plato's Schriften zugefügt haben wollte, frei-lich isolirt unter den damaligen Pädagogen. Bis auf den heu-tigen Tag wird er mit Ausnahme einiger gerade an Gedankenärmeren Dialogen in Chrestomathien in der Liste der Schul-schriftsteller höchst selten gefunden, obwohl eine Autorität wieBouitz gelegentlich der Philologen-Versammlung zu Wien sichauch für die Lectüre der Dialogen ersten Ranges, wie der Politik,ausgesprochen hat. Wenn das Ziel des Gymnasial-Uuterrichtessaxsrs und inri ist: so reicht nach HorazS), der mehr Platoni-ker ist als gewöhnlich geglaubt wird, zur Erreichung des inrinicht die Lectüre der rhetorischen Schriftsteller "hin (und dazurechne ich auch manche klassische Historiker und Dichter), dennsoribsuäi reots 8npers (Denken) S8t xrinoipium st kon8. Die-sen Gedankenstoff liefern nach demselben Horaz nur die olmrtns

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