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Die wissenschaftliche Bedeutung der platonischen Liebe
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irgend ein Sierblicher, auch unsterblich zu sein, denn er ist jamit dem unsterblich Schönen identificirt.

Als Socrates zu reden aufgehört hatte, in diesem Augen-blicke dringt der von einem andren Festschmause kommende Al-cibiades mit andren Nachtschwärmern noch bekränzt und berauschtin das Haus und hält die bereits vorhin erwähnte Apologie deswahrscheinlich wegen seiner Theorie von der Liebe vielfach miß-verstandenen Socrates, indem er im Eingänge seiner weinlauni-gen Rede (in vsiütns) diesen mit den äußerlich häßlichen Satyredarstellenden Gehäusen der Bildhauer-Werkstätten vergleicht, welchegeöffnet uns die schönsten Götterbilder zeigen.

In diesem trockenen Auszuge, m. H., haben Sie kaum einSchattenbild von dem farbenreichen und lebendigen Bilde desplatonischen Gastmahls, von dessen stilistischer Darstellung vorzugs-weise das Lob gilt, welches der Platoniker Ficin, ein Günstlingder Mediceer, den Schriften Plato's überhaupt zollt:DieserStil gleicht mehr einem göttlichen Orakel als menschlicher Be-redsamkeit; er ist oft von großer Gewalt, oft von nectarischerSüße, immer aber enthält er himmlische Geheimnisse. Wie dieWelt, so weist auch er, als eine Welt für sich, durch Interesse,Ordnung und Schönheit auf Gott hin. Deswegen sollen nichtUnmündige und Ungebildete, sondern nur Männer wie die Medi-ceer aus Plato schöpfen. Dieser verkündigt seine Offenbarungenauch nicht eher, als nachdem er die Seelen gereinigt, vom Sinn-lichen abgezogen, zum Ewigen hingekehrt hat. Auch scherzt erzuweilen, aber der platonische Scherz ist würdiger als der stoischeErnst."

Habe ich Ihnen aber von dem eben so lebens- wie kunst-vollen höchstens einen Schattenriß hier zu geben vermocht: sodarf ich mir aber wohl mit der Hoffnung schmeicheln, daß Sie

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