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Die wissenschaftliche Bedeutung der platonischen Liebe
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die in Griechenland übliche Männerliebe nur von ihrer idealenSeite auffaßteu. F. A. Wolf macht zu dieser Rede die tref-fende Bemerkung: „Wie Sitten und Kostüme die Dinge in der„Welt umzukehren im Staude find! Der Leser kann an vielen„Orten dieser Rede an die Stelle des Geliebten eine Ge-liebte setzen, und er wird keine Ursache haben mit den Ge-danken des Pausanias unzufrieden zu fein."

Nach dem Pausanias finden wir Kap. 11 etwas auffallendin dieser Gesellschaft an der Reihe des Redens den KomikerAristophanes, den bekannten Lästerer und Verfolger des So-crates, welcher etwas euphemistisch von Wieland ein ungezo-gener Liebling der Gracien genannt wird. Haben wir schonim Eingänge des Gastmahls Kap. 4 erfahren, daß dieser unge-zogene Liebling des athenischen Volkes einer der Gäste war, dernach seinem eigenen Geständnisse von der gestrigen Weintaufeeinen schweren Kopf hatte, und Kap. 5, daß Bacchus und Venusseine Hauptbeschäftigung (?rL<7« war: so vernehmen

wir hier auch noch, daß dieses bitterböse Lästermaul, wie ihn derPhilologe Valckenaer nennt (mnlsclicwntissiwns irrisor guo-runcknm optimoiam), auch kein Verächter fetter Bissen war.Er hat von der heutigen °) Ueberfüllung oder Schleckerei

plötzlich den Schlucken bekommen, der ihn zu reden

verhindert.

Der nach ihm zu Tische liegende Arzt Eryximachus ver-ordnet ihm gegen den Schlucken die üblichen Mittel (den Athemzu halten, mit Wasser sich zu gurgeln, die Nase zum Niesen zureizen) und nimmt unterdessen Kap. 12 für ihn das Wort.Er verspricht den von Pausanias gemachten Unterschied zwischeneinem himmlischen und gemeinen Eros weiter auszuführen,verläßt aber bald diesen Gedanken und will nach Art der älte-

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