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sten Dichter unter den zwei Liebesgöttern zwei Principien derSchöpfung verstanden haben, welche wir bei dem griechischenPhilosophen Empedocles als Liebe und Streit -<«i
?Lt--oc) kennen lernen. Der eine, gute Eros sei die Ursachevon allen harmonischen und beglückenden Verhältnissen und Er-scheinungen, der andre die von allen Regellosigkeiten und Un-glücksfällen nicht nur in den Herzen der Menschen sondern auchin der ganzen organischen Natur, in körperlicher und geistigerBildung, in Wissenschaft und Religion, kurz: im ganzen Weltall,was besonders die Arzneikunde wahrznnehmen Gelegenheit habe.Der gute Eros dagegen habe die glücklichsten Wirkungen für dieGesellschaft der Menschen und befreunde sie auch mit den Göttern.
Dieser Vortrag nimmt zwar den Anlauf zu einer philoso-phischen Behandlung des Gegenstandes, und der offenbar bei derdamaligen oberflächlichen Philosophie in die Schule gegangeneArzt will zeigen, daß er „die große und kleine Welt durchstudirthat"; aber er ist doch nur eine Variation von der Idee überden alten kosmogonischen Eros, eine sophistische, mitunter derKlarheit ermangelnde Prunkrede eher über damalige Medicin alsüber das Geheimniß der Liebe.
Der während dieser langen Rede von seinem Malheur cu-l rirte Aristophanes tritt Kap. 14 nun wieder ein, nicht ohneeinen Witz über das Recept seiner Cur sowie nicht ohne gerechteBesorgniß, seine Lobrede werde nicht nur Lachen erregend,denn das gehöre zu seinem Metier, sondern auch von einem an-i dien Standpunkte aus verlachenswerth sein. Sie besteht! nämlich in einer Mythe eigner Fabrikation, wie es scheint. Ur-j sprünglich, fabelt der Komiker, habe es nicht nur Mann undWeib in der Menschenwelt gegeben sondern auch noch ein drittesGeschlecht, von welchem nur noch der Name vorhanden sei:
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