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in der Wissenschaft der Liebe (»vPos r« x^cortx«) sein will. Daherwählt er sich als ein dankbares Thema das Lob auf den älterenoder kosmogonischen Eros und gestützt auf die Zeugnisse einesHesiod, Parmenides re. preist er ihn erstlich wegen seines hoch-würdigen Alters sodann auch seiner außerordentlichen Wirkungen inder Menscheuwelt unter Hinweisung auf die Beispiele von Alcestisund Admetus, auf die warme Liebe zwischen Achilles und Patroclus.
Nach Phädrus ist von Kap. 8 Pausa nias an der Reihe,von welchem wir nichts wissen als daß er mit seinem Geliebten,dem oben genannten Dichter Agatho, am makedonischen Hofedes Königs Archelaus slorirte, der eine Akademie von griechischenSchöngeistern gehalten zu haben scheint. Dieser Redner nunglaubt den Eros an sich oder überhaupt nicht loben zu sollensondern nach Unterscheidung einer Aphrodite urania undeiner Aphrodite pandemos (vulZaris) nur den Eros, wel-cher der elfteren gleich geartet ist. Die Verehrer des Erospandemos (vulZariL), meint er, richteten ihre Liebe sowohl aufdas weibliche wie männliche Geschlecht, und zwar mehr auf einenschönen Körper als auf eine schöne Seele; der Eros uraniosdagegen reizt nur zur Liebe des verständigeren Geschlechtes,der Jünglinge, und zwar erst von den Jahren an, in welchenihr guter Character und ihre Geistesbildung bereits unzweifel-haft geworden ist, worüber ein bestimmtes Staatsgesetz vorhan-den sein sollte. Bisher halte man diese himmlische Liebe ineinigen Staaten, wie z. B. in Elis und Böotien (letzteres be-kannt durch seine „heilige Schaar") für wohlanständig und demStaate förderlich, in andren dagegen, namentlich in den des-potisch regierten, sei solche Freiheit und ideale Denkart förderndeLiebe verhaßt. — Pausanias, der erklärte Liebhaber eines Dich-ters, vertritt offenbar den Kreis der damaligen Gebildeten, welche
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