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Technische Probleme aus Kunst und Handwerk der Alten
Entstehung
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lichen Feinheit der Ausführung bei figurenreichen Darstellungenauf oft sehr kleinem Raume, wo wir alle Details nur mit demVergrößerungsglase erkennen, müssen wir über die Schärfe derA ugen der alten Steinschneider in hohem Grade erstaunen. Einebesondere Schönheit aber und daher auch eines der zuverlässigstenKennzeichen der Echtheit (obgleich auch nicht untrüglich) ist ihre ganzbewunderungswürdige Politur. Leider sind auch hierüber dieerhaltenen Nachrichten sehr unklar; der berühmte SteinschneiderNatter meinte, daß die Alten dadurch zu jenen vollkommenerPolitur gelangten, daß sie mit eben denselben Werkzeugen po-lirten, mit welchen sie gegraben hatten, weil diese allein in diekleinsten Vertiefungen dringen könnten. Außerdem scheint mannoch besondere Mittel gehabt zu haben, um den Steinen mög-lichsten Glanz zu verleihen; Natter bemerkt, daß die alten Car-neole und Onyxe, auch wenn die Arbeit darauf noch so schlechtsei, dennoch sehr feine und lautere Steine wären; er schloß dar-aus, daß die alten Künstler das Geheimniß gehabt haben, siezu reinigen und ihrem Glanz uachzuhelsen, indem man jetztunter tausenden kaum einen finde, der das nämliche Feuer habe").Als ein solches Mittel erwähnt Plinius Decoct von corsischemHonig"). Der 1854 verstorbene Gemmenschneider Luigi Pich-ler soll eine eigene Methode des Polireus und Klärens der edlenSteine angewendet haben, wodurch er oft in Glanz und Klar-heit die Gemmen des Alterthums erreichte"). Aber es ist über-haupt noch manches in dieser Technik problematisch; auch wo dieAlten die großen Edelsteine her bekamen, aus denen sie die Pracht-cameen und die kostbaren Gefäße schnitten, ist ein Räthsel.

Nicht minder weit hatten es die Alten in der G lasar beitgebracht. Freilich ist von diesen zerbrechlichen Fabrikaten nicht

viel erhalten, aber auch unter dem wenigen Erhaltenen sindcss2)