Nlan hat unser Jahrhundert häufig als das Jahrhundert derErfindungen bezeichnet, und das mit vollem Recht. Kein ver-gangenes Zeitalter hat eine solche Fülle bedeutender, tief in alleCulturverhältuisse eingreifender Erfindungen aufzuweisen, wie dieletzten hundert Jahre; die Verwendung der Dampfkraft und derElektricität zu gewerblichen und zu Verkehrszwecken, in ihrer sichfast über sämmtliche Gebiete des socialen und geistigen Lebenserstreckenden Bedeutsamkeit, darf sich dreist der Erfindung desSchießpulvers oder des Buchdrucks zur Seite stellen. Den Fort-schritten der Naturwissenschaft, der Physik und Chemie vor allenDingeu, Haben wir jene großartigen Erfolge zu danken, undwenn diese Wissenschaften in den meisten Fällen ganz neue Bahnenemgeschlageu haben und selten noch in die Lage kommen, ausdie veralteten Forschungen früherer Jahrhunderte zurückzugreifen,so ist das natürlich und gerechtfertigt. Aber nicht in gleicherWeise darf die heutige Technologie sich von der Vergangenheitemancipiren und sich dabei beruhigen, „wie wir's zuletzt so herr-lich weit gebracht." Wenn man heutzutage mit ganz beson-derem Eifer Gewerbemuseen gründet und darauf bedacht ist, daßder Handwerker wie der Künstler" seinen Geschmack an denherrlichen Schöpfungen/ oie das Kunstgewerbe des Alterthumsund des Mittelalters wie- der Renaissance hervorgebracht, bilde
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