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Technische Probleme aus Kunst und Handwerk der Alten
Entstehung
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Dämpfe bewirkt worden sei, aber alle bisher angestellten prakti-schen Versuche haben zu keinem Resultat geführt. Daher be-merkte Gerhard mit Recht, daß kein neuerer Fabrikant, selbstdie äußerst geschickten neapolitanischen Nachahmer antiker Gefäßenicht ausgenommen, es vermocht hätte, die Leichtigkeit des Thons,den Glanz des Firnisses, die Kraft und Dauer der Pinselstrichejener anspruchslosen Gefäße zu erreichen"). Daher ist es dennauch gerade auf diesem Gebiete am leichtesten, moderne Nach-ahmungen oder Fälschungen vom Echten zu unterscheiden; dabeisind diese Nachahmungen, die mau jetzt vielfach käuflich findet,unverhältnißmäßig theuer. Mit der Wiederweckuug dieser ver-lorenen Kunst würde unserm Knnstgewerbe sicher ein großerDienst geleistet werden.

Daß die Malerei der Men sowohl technisch als künst-lerisch weit hinter den Leistungen der modernen Malerei zurück-steht, das darf wohl als ausgemacht gelten, wenn auch immerhindie antike Malerei jedenfalls Besseres noch auszuweisen hatte, alsdie handwerksmäßigen Wandbilder von Pompeji und Herculanumuns zeigen. Lange Zeit beschäftigte die enkaustische Malereidie Gemüther der Archäologen wie der Künstler auf das Leb-hafteste. Man erörterte die verschiedenen, wenig klaren Stellender Alten, welche von dieser Technik handeln, brachte verschiedeneAeußerungen vor, und die Künstler versuchten nicht selten, durchpraktische Versuche den Glanz und die Farbenpracht zu erreichen,welche die alten Schriftsteller an den enkaustischen Bildern alsbesonders schön rühmten. Nun haben zwar die neuesten, eben-falls mit praktischen Versuchen verbundenen Untersuchungen desMalers Donner") die Technik dieser Art von Malerei ziem-lich klar dargelegt; allein es ist das mehr von antiquarisch-historischer Bedeutung, als von wirklich praktischem Werthe.

(SSS)