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schwarzer Firniß. Leichtigkeit und Festigkeit machen sich besondersLemerkenswerth bei den großen Gefäßen; es ist bewunderungs-würdig, wie diese oft mehrere Fuß hohen Amphoren oder Kratervon verhaltnißmäßig leichter Constructiou mit ihren dünnenWänden bis zu solcher Höhe aufgeführt werden konnten. Manhat angenommen, daß solche Gefäße nicht in einem Zuge voll-endet wurden, sondern daß auf den bereits fertigen Theil einStück nach dem andern aufgesetzt juud dieses dann erst mit derHand und hierauf durch besondere Instrumente mit dem vorher-gehenden ausgeglichen worden sei,H so daß sderMbsatz nicht be-merkt werden konnte: allein das gilt doch wohl nur von dengrößten Fässern, wie das des Diogenes eins war, die allerdingsauf dem Boden nach und nach gleichsam aufgebaut wurden ^ s),während große Amphoren u. dgl. nach erhaltenen Darstellungensowohl wie nach schriftlichen Nachrichten jauf der Töpferscheibehergestellt wurden, wozu freilich eine bedeutende Geschicklichkeiterforderlich war ^ °). Jedenfalls kam den alten Töpfern die Vor-trefflichkeit des Thons dabei zu Statten, der namentlich in Atticain vorzüglicher Qualität gefunden wurde. Wie es keiner mo-dernen Nachahmung bis jetzt gelungen ist, die Feinheit, Leichtig-keit und Festigkeit der alten Vasen zu erreichen, so ist der glän-zend schwarze Firniß, welcher in seinem Contrast mit dem schönenRoth des menniggefärbten Thons den Hauptreiz dieser Gefäßebildet, bis jetzt noch vollkommenes Geheimniß. Derselbe bestehtaus einer sehr leichten, von der Glasur der modernen Thonge-fäße ganz verschiedenen Masse, die so zäh und fest ist, daß mansie bisher durch Scheidewasfer nicht jaufzulösen vermochte: manhat Asphalt und Naphtha, auch Eisenoxyd zu finden geglaubt,andere haben die Vermuthung geäußert, daß dieser Ueberzugdurch besondere eindringende, mit Farbestoffen geschwängerte
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