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Technische Probleme aus Kunst und Handwerk der Alten
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andern durch Gerstendecoct (Zythum), nach einem dritten Bericht,der aber etwas fabelhaft klingt, durch den Saft der zauberhaftenAlraunwurzel, welcher mit dem Elfenbein zusammen sechs Stun-den lang kochen sollte ^). Möglich, daß man auf diesem Wegeauch große Platten Herstellen konnte, indem die cyliudrisch ge-formten, hohlen Theile der Elephantenzähne, gewissermaßen auf-gerollt wurden. Heutzutage erweicht man Elfenbein dadurch,daß mau es in wässeriger Phosphorsäure von 1,130 spec. Gewichtso lange liegen läßt, bis es ein durchsichtiges Ansehn ange-nommen hat, dann mit Wasser abwäscht und zwischen weichenLeinen trocknet; allein wenn es durch diese Operation auch ge-schmeidiger wird, so erreicht es doch bei weitem nicht die Dehn-barkeit, welche ihm die Alten zu geben verstanden zu habenscheinen ^).

Auch die antike Keramik giebt der heutigen Technikmanches Räthsel auf. Wer kennt nicht die durch ihre graciösenFormen, durch ihre oft wenig correkteu, aber genial entworfe-nen und von künstlerischem Sinne eiugegebenen Gemälde ausge-zeichneten Gefäße, welche mau früher etrurische zu nennen pflegte,heute aber größtentheils als Erzeugnisse griechischen Gewerb-fleißes bezeichnen kann, und deren jedes größere Museum Euro-pas eine mehr oder minder reiche Sammlung aufzuweisen hat? Die Darstellungen dieser Vasen, die Geschichte ihres Stilesund ihrer Fabrikation enthalten noch manches ungelöste Räthsel!aber auch die Technik, obwohl im Großen und Ganzen durchdie Fabrikate selbst hinlänglich kenntlich (schriftliche Nachrichtendarüber fehlen gänzlich), ist doch auch in einigen Punkten nochproblematisch. Die Hauptvorzüge dieser Gefäße, abgesehen vonden Malereien, sind folgende: große Leichtigkeit mit bedeutenderFestigkeit, sehr feiner und schön gefärbter Thon, prächtiger

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