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dafür eine eherne Bildsäule setzen. Demosthenes erklärte, ihmliege an der ehernen Bildsäule gar nichts, er werde das Talenteintreiben lassen ^). Aus dieser Anekdote geht hervor, daß eineStatue in Erz dazumal viel billiger war, als ein Talent; und wennDiogenes einmal gesagt haben soll, die kostbarsten Dinge würdenum ein geringes, werthlose aber sehr theuer verkauft, denn eineStatue koste 3000 Drachmen (2375 Mark), die Metze Mehlzwei Kupfermünzen "), so hat er offenbar absichtlich einensehr hohen Preis angegeben und dabei vielleicht an ein Werkeines berühmten Künstlers gedacht, denn für solche wurden aller-dings weit höhere und oft sogar enorme Summen bezahlt. Wirhaben vielmehr sichere Nachrichten, daß man schon für 1000 Drach-men (785 Mark), ja selbst für die Hälfte, eine Broncestatuehaben konnte, Preisangaben, welche auch durch die InschriftenBestätigung erhalten ^ °). Selbst wenn man den. im Atterthumweit geringeren Preis des Kupfers, uud die wegen der Dünnedes Gusses geringere Quantität desselben in Anschlag bringt, er-scheint der niedrige Preis im Verhältniß zu den Kosten, welcheheut ein Erzstandbild verursacht, ganz unvergleichlich und ebennur erklärlich durch die massenhafte Production und die größereBilligkeit der Arbeitskräfte.
Eine eigenthümliche Verbindung der Sculptur mit derToreutik und die für unfern Geschmack krasseste Anwendung derPolychromie in der Plastik ist die chryselephantine (Gold-Elsenbein) Technik. Gerade die herrlichsten Werke der griechi-schen Bildhauerkunst, der olympische Zeus des Phidias, die ar-givische Hera des Polyklet, waren in dieser Technik hergestellt,wobei Gesicht, Hände, Füße, überhaupt alle nackten Theile vonElfenbein, die Kleidung, Schmuck u. dgl. von Gold, das meistnoch reich durch Emaillirung verziert war, hergestellt wurden.
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