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, nicht Wunder nehmen darf), ohne daß die Technik selbst derI heutigen Technik räthselhaft erscheinen dürfte, so müssen wir
I andere Nachrichten über die theilweise Färbung von Broncengeradezu als Probleme bezeichnen. Es ist bekannt, daß die Altendie Polychromie nicht bloß an Marmorstatuen durchführten, son-dern daß sie auch Broncefiguren vielfach in ähnlicher Weise ver-zierten, indem sie Kleider, Waffen, Augen, Brustwarzen rc. durcheingelegte Arbeit hervorhoben. Sie verstanden es aber, ähnlicheI Effekte auch durch die Mischung der Bronce, beim Guß selbstschon, hervorzubringen. Dunkel zwar klingen die Nachrichten,^ daß barbarische Völkerschaften, gallische Stämme (zumal die
Bituriger) zinnerne, silberne und goldene Verzierungen den eher-nen Waffen oder Geräthen nicht eingelegt, sondern eingeschmolzeni hätten " °). Aber was von statuarischen Werken griechischer KunstI berichtet wird, klingt wunderbarer. Zwar wenn Apulejus von^ einer Erzstatue spricht, deren Tunica mit Stickereien geschmücktist"), so kann man an eingelegte Arbeit oder auch nur anciselirte Muster denken; aber Plinius erwähnt, man stelle durchI Mischung von kyprischem Kupfer mit Blei die Purpurfarbe derPrätexta an den Statuen her"). Da die gewöhnliche Bronceder Alten mit Zinn legirt wurde, so mochte die Mischung vonKupfer und Blei (letzteres wurde wohl nur zugesetzt, um dasKupfer leichtflüssiger zu machen) sich durch röthlichere Färbungvon jener unterscheiden; aber wie machten es die Alten, daß sie,^ während doch der Guß der Statue oder der betreffenden Theilederselben auf einmal erfolgen mußte, bei einzelnen Partien eineandere Mischung verwandten, als zum Ganzen? — Sie könnendoch nicht gut den Purpurstreisen allein gegossen haben? —Wir würden bedenklicher sein gegen die Glaubwürdigkeit jenerNotiz, wenn wir nicht noch andere derartige, ja noch seltsamere
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