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Technische Probleme aus Kunst und Handwerk der Alten
Entstehung
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tuen weder Schmutz noch Patina angesetzt, sondern eine bläulicheFärbung, worin man eine bewußte Anspielung auf die darge-stellten Personen griechische Nauarchen, also Seeheldenzu finden glaubte. Die wunderbare Farbe der Bronce, die andie Bläue des gehärteten Stahls erinnerte, erregte um so mehrdie Bewunderung der Beschauer, als hier nicht der Zufall (wieman das, obwohl aus Unwissenheit, bei der Composition derkorinthischen Bronce annahm), sondern bewußte Technik die Fär-bung hervorgebracht hatte ^ -).

Die erste Erwähnung dieser Kunst, das Erz zu färben,findet sich bei Aeschylus, zu dessen Zeit dies eine neue Erfindunggewesen zu sein scheint "). Dieselbe ging aber verhältnißmäßigfrüh wieder verloren. Plinius beklagt es, daß, während infrüherer Zeit man zwar Gold und Silber zum Erz zugesetzt,aber doch die Kunstfertigkeit den reellen Werth noch weit über-stiegen hätte, zu seiner Zeit man zweifelhaft sein müsse, ob dasMateriat oder die Kunstfertigkeit geringer wäre. Die Technikwerthvolles Erz zu gießen, sei so sehr verschwunden, daß jetztnicht einmal der Zufall das zu Stande bringe, was mau sonstdurch bestimmtes, kunstgerechtes Verfahren erreicht hätte. Der-selbe Schriftsteller berichtet uns, daß der berühmteste Erzgießerseiner Zeit, Zenodor, welcher den größten Koloß des ganzenAlterthums, eine Statue des Nero von 11N Höhe, verfertigte,trotz seiner hohen Kunstfertigkeit, in welcher er alle Zeitgenossenüberragte, und obgleich Nero bereitwilligst Gold und Silber zumGuß hergab, dennoch nicht die Vorzüglichkeit im Gusse hätteerreichen können, wie sie die Griechen besessen ^).

Geben uns diese Nachrichten nur Kunde von der besonder«Hebung, welche die Alten in der Mischung des Erzes erreichthatten (was freilich bei der Ungeheuern Menge von Erzstatuen

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