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zu gießen, erst aufkommen, seit die Erzschmelzkunst sich mächti-ger, intensiv wirkender Hochöfen bediente, und diese waren denAlten unbekannt * b). Trotzdem haben die Alten bereits Eisenzu künstlerischen Zwecken verwandt. Mag auch die Nachricht,daß Theodoros von Samos, der Erfinder des Erzgusses, auchdas Eisen zu schmelzen und Statuen daraus zu gießen ver-standen habe, auf einer Verwechslung beruhen, wie leicht mög-lich ist *7), so haben wir doch verschiedene ganz authentischeNachrichten von statuarischen Werken aus Eisen, freilich ohnenähere Angabe der Technik: so Herakles mit der Hydra vonTisagoras, in Delphi; eine Statue des Epaminondas im Tempeldes Asklepios zu Messene; ein Herakles von Alkon, aus Rho-dos "). Aber allerdings wird bei derartigen Werken immerhervorgehoben, daß es eine äußerst schwierige und Geduld erfor-dernde Arbeit sei, so daß mau annehmen darf, diese Statuenseien nicht gegossen, sondern auf kaltem Wege hergestellt. DennEisen zu treiben und zu ciseliren verstand man im Alterthum;zu dem Weihgeschenk des Alyattes in Delphi, einem silbernenMischkrug hatte Glaukos von Chios, der Erfinder des Löthens,einen eisernen Untersatz gefertigt, welcher Blumen, Thiere, Ara-besken u. a. in getriebener Arbeit zeigte; und die Stadt Cibyrain Cilicien war berühmt wegen der dort sabricirten ciselirtenEisenfabricate Leider sind wir über die Technik dieser so-wie der Eisenarbeit überhaupt nur sehr ungenau unterrichtet.Von Glaukos heißt es, er habe das Eisen zur Ciselirung durchFeuer erweicht, mit welcher Operation ein Eintauchen in Masterverbunden gewesen wäre; aber diese Notiz klingt sehr wunder-bar, denn schon bei Homer wird erwähnt, daß das Eisen durchWasser gerade gestählt, gehärtet wird, und dasselbe Verfahre»wird später noch sehr oft erwähnt, obgleich sicherlich die Alten
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