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Technische Probleme aus Kunst und Handwerk der Alten
Entstehung
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Von statuarischen Resten dieser Technik besitzen wir nur sehrwenig; es scheint überhaupt, als ob man für Statuen nur inder altern Zeit, wo man sich auf den Erzguß noch nicht ver-stand, getriebene Arbeit angewandt hätte. Wenigstens galten dieso gearbeiteten größeren Werke, wie z. B. eine Broncestatue desZeus in Sparta oder der von den Kypseliden nach Olympiageweihte kolossale Zeus aus Gold für uralt"). In heutigerZeit hat man mehrfach kolofsale Figuren aus Kupfer getrieben,(z. B. die Viktoria auf dem Brandenburger Thor in Berlin,den Apoll auf dem Schauspielhause ebendaselbst, die leider durchBrand zerstörte Brunonia auf dem Schlosse zu Braunschweig)und zwar vornehmlich solche, welche wegen ihrer Aufstellung aufGebäuden oder andern nicht zu stark zu belastenden Orten keinso großes Gewicht haben sollten, als gegossene; die Alten hattendas aber nicht nöthig, denn sie verstanden sich auf den Erzgußzweifellos besser, als die heutigen Erzgießer, und wußten gegosseneErzfiguren von einer Dünne des Erzes herzustellen und in Folgebesten auch von einer Leichtigkeit, wie sie heute nicht mehr er-zielt wird. Eine lebensgroße Broncestatue des britischen Mu-seums wog vor ihrer nicht erheblichen Restauration 69 Pfd.;der betende Knabe des berliner Museums kann von einem Mannebequem getragen werden (die daneben ausgestellte römische Bronce-statue aus Xanten mußte freilich von vier Mann transportirtwerden)"). Eine in München befindliche Gewandsstatue, i.I. 1834 in Vulci gesunden (als Hera ergänzt), von mehr alsLebensgröße (1,77 Meter) wiegt noch nicht 100 Pfd., währendeine heutige Erzstatue von gleicher Größe das zehn- bis zwölf-fache Gewicht haben würde; die Stärke des Erzes ist so gering,daß einzelne Partieen nicht wie gegossen, sondern wie aus Me-tallblech mit dem Hammer getrieben scheinen"). In der That

(SIS)